Suche nach Heimat und sich selbst

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leseratte1310 Avatar

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Sine hat ihr Studium beendet und weiß noch nicht, was sie beruflich machen will. Als ihre Großmutter Agneta stirbt, reist Sine mit ihrem Vater nach Siebenbürgen zur Beerdigung. Über zwanzig Jahre war sie nicht mehr dort. Aber als sie wieder im Haus ihrer Großmutter ist, kommen Erinnerungen und sie fühlt sie heimisch. Sie begegnet auch ihrem Jugendfreund Julian wieder. Je länger Sine in Michelsberg ist, umso mehr findet sie zu sich selbst.

Es ist eine tiefgründige Geschichte, die ruhig und sehr atmosphärisch erzählt ist. Man kann sich das Haus von Agneta und die Landschaft von Michelsberg gut vorstellen.

Der „Halbe Stein“ von Michelsberg ist ein Naturmonument, dass dem Roman den Namen gegeben hat und das für Sines Gefühlsleben steht. Nachdem ihre Eltern ausgewandert sind, ist Sine nicht mehr zurückgekehrt. Aber nirgendwo hat sie sich so zuhause gefühlt, wie in Siebenbürgen. Als nun die Erinnerungen hochkommen, spürt sie, wie das alles sie geprägt hat. Sie sucht nach ihrer Zugehörigkeit und damit nach sich selbst. Obwohl ich Sines Gefühle oft nachvollziehen konnte, kam sie mir nicht wirklich nat. Auch zu den anderen Personen konnte ich keine Beziehung aufbauen.

Dennoch ist es eine schöne melancholische Familiengeschichte, die nachdenklich macht. Mir hat dieser Roman gefallen.