Traumhaft

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Ich muß sagen, ich bin in diesem Buch versunken. In poetisch traumhaft schöner Sprache schildert uns die Autorin Siebenbürgen, ein Land, in dem teilweise die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Sine verläßt in jungen Jahren mit ihrer Familie Rumänien und sie beginnen in Deuschland ein neues Leben. Jetzt 20 Jahre später, kommt sie anläßlich des Todes ihrer Großmutter Agneta in das Dorf zurück, wo sie als Mädchen viele Sommer verbracht hat. In dem alten, sehr verschachtelten Haus kommen ihre Erinnerungen zurück. An die Abende, an denen die Großmutter wunderbare Handarbeiten fertigte, den heißen Sommern, wo sie mit ihrem Jugendfreund Julian durch die Gegend stromerte. Nun sieht sie die Nachbarn wieder und mit Julian verbindet sie eine tiefe Innigkeit. Nach und nach erfahren wir das Leben Agnetas, das nicht immer leicht war. Wir erfahren viele Bräuche der Siebenbürgern, ihre Gastfreundschaft, die reich gedeckten Tische bei Feiern und die Autorin beschreibt die Natur in den schönsten Farben, man spürt den Staub der Straße, riecht den Duft des Obstes, hört den Regen prasseln und sieh träge den Fluß fließen. Die Wortgewandtheit und Wortgewaltigkeit und das Beschreiben der seelischen Stimmungen heben das Buch besonders hervor. Beim Lesen sehnt man sich nach der Ruhe und der Beständigkeit dieses Landstriches. Auch das Cover sticht besonders hervor: Es zeigt uns Rosenblüten, die an Gemälde alter Meister erinnern. Ein Roman, bei dem man merkt, dass Iris Wolff bestimmt persönliche Begebenheiten darin mit verarbeitet hat.