Wunderschön geschrieben

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Der Tod ihrer Großmutter führt Sine und ihren Vater zurück in ihr Heimatland Rumänien. Als Sine ein kleines Mädchen war,  ließen ihre Eltern alles hinter sich und gingen mit ihr nach Deutschland. Mit der Ankunft im Haus der Großmutter prasseln die Kindheitserinnerungen auf Sine ein. Mehr und mehr wird dieser Besuch auch zu einer Reise in die eigene Familiengeschichte. Viel geht es dabei auch um die Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen, zu denen Sines Familie gehört. Diese waren schon immer eine Minderheit, die sich behaupten musste, um überleben zu können. Sine lernt während ihres Aufenthalts auch ihr bisher unbekannte Seiten der Großmutter kennen. Und je länger sie vor Ort ist, desto mehr spürt sie ihre tiefe Verbundenheit mit diesem Land, das mal ihre Heimat war. Dass sie in dieser Zeit auch Julian, ihren Freund aus Kindestagen wiedertrifft und merkt, wie gern sie immer noch mit ihm Zeit verbringt, verstärkt dieses schöne Gefühl des Sich-Aufgehoben-Fühlens. Als es bei der Beerdigung Streit gibt zwischen ihrem Vater und ihrem Onkel, der am liebsten nichts mehr mit der alten Heimat zu tun haben und Großmutters Haus loswerden will,  wird Sine erst bewusst, dass sie diesen wunderschönen Ort ihrer Kindheit vielleicht zum letzten Mal besucht.

Dieses Buch ist eine Hommage an das Gefühl der Verbundenheit mit den Orten unserer Kindheit. Es erzählt, wie sehr sich Erinnerungen in unser Gedächtnis einbrennen und es nur einen Duft, eine Landschaft oder ein Naturereignis braucht, um all diese Erinnerungen wieder lebendig werden zu lassen. Und es geht um eine junge Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln endlich zu sich selbst findet.