Zarte, poetische Einblicke in die Siebenbürgische Seele
Halber Stein begleitet die junge Friedesine, genannt Sine als Erzählerin auf der Reise in ihre alte Heimat in Siebenbürgen, aus der die Familie vor 20 Jahren nach Deutschland ausgewandert ist. Nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Agneta stellt sich Sine mit dem Haus der Großmutter der letzten Anlaufstelle ihrer Herkunftsregion und damit auch ihrer Vergangenheit und Identität.
Was bedeutet der Verlust der Großmutter und mit ihr das Verschwinden eines Zufluchtsortes, eines Horts der Geborgenheit, physisch, emotional und inkorporiert in ihrem Haus mit den Orten der Kindheit? Über diese Frage, und der Suche nach Antworten beginnt Sine und mit ihr der Roman die wechselhafte, oft tragische Geschichte Agnetas, ihrer Familie und der Siebenbürgener Sachsen aufzuarbeiten und greift dabei sowohl die Lebenswelt der Auswandererfamilien als auch der Zurückgebliebenen auf, Schmerz und Identitätskonflikte in den jeweiligen Biografien.
Es schwingt eine Form von Trauer in den Zeilen, über den Verlust der alten Heimat in Siebenbürgen und mit ihr der Vertrautheit der Kindertage und eines Ortes, an dem Familien über Generationen leben und jede jeden kennt.
Der Stil ist sehr poetisch mit einem deutlichen Schwerpunkt im Beschreiben der Umgebung. Auch wenn ich es phasenweise genossen habe, mir die Landschaft in Siebenbürgen vorzustellen, zog sich für mich dadurch die Handlung stellenweise. Getragen wird der Roman für mich nicht primär von der poetischen Sprache, sondern vielmehr der feinen Beobachtung und Beschreibung Sines Erlebens und Entdeckens ihrer Innen- und Außenwelt, eingebettet in eine fast schon zarte, melancholische Geschichte der Siebenbürgener Sachsen über die Jahrhunderte. Genau diese Stellen in denen Sine über ihr Aufwachsen bei ihrer Großmutter und die Schwierigkeiten und Gefühle bei Auswanderung und Neuanfang in Deutschland sinniert und dies konstrastiert mit der Vergangenheit der Siebenbürgener Sachsen und den Erfahrungen der Zurückgebliebenen in der Heimat, waren für mich die zentralen und stärksten Passagen des Romans und für sich sehr lohnenswert den Roman zu lesen. Sines Erkennen von sich selbst in der Heimat und ihrer Prägung sind wundervoll zu lesen und haben mich sehr berührt.
Was bedeutet der Verlust der Großmutter und mit ihr das Verschwinden eines Zufluchtsortes, eines Horts der Geborgenheit, physisch, emotional und inkorporiert in ihrem Haus mit den Orten der Kindheit? Über diese Frage, und der Suche nach Antworten beginnt Sine und mit ihr der Roman die wechselhafte, oft tragische Geschichte Agnetas, ihrer Familie und der Siebenbürgener Sachsen aufzuarbeiten und greift dabei sowohl die Lebenswelt der Auswandererfamilien als auch der Zurückgebliebenen auf, Schmerz und Identitätskonflikte in den jeweiligen Biografien.
Es schwingt eine Form von Trauer in den Zeilen, über den Verlust der alten Heimat in Siebenbürgen und mit ihr der Vertrautheit der Kindertage und eines Ortes, an dem Familien über Generationen leben und jede jeden kennt.
Der Stil ist sehr poetisch mit einem deutlichen Schwerpunkt im Beschreiben der Umgebung. Auch wenn ich es phasenweise genossen habe, mir die Landschaft in Siebenbürgen vorzustellen, zog sich für mich dadurch die Handlung stellenweise. Getragen wird der Roman für mich nicht primär von der poetischen Sprache, sondern vielmehr der feinen Beobachtung und Beschreibung Sines Erlebens und Entdeckens ihrer Innen- und Außenwelt, eingebettet in eine fast schon zarte, melancholische Geschichte der Siebenbürgener Sachsen über die Jahrhunderte. Genau diese Stellen in denen Sine über ihr Aufwachsen bei ihrer Großmutter und die Schwierigkeiten und Gefühle bei Auswanderung und Neuanfang in Deutschland sinniert und dies konstrastiert mit der Vergangenheit der Siebenbürgener Sachsen und den Erfahrungen der Zurückgebliebenen in der Heimat, waren für mich die zentralen und stärksten Passagen des Romans und für sich sehr lohnenswert den Roman zu lesen. Sines Erkennen von sich selbst in der Heimat und ihrer Prägung sind wundervoll zu lesen und haben mich sehr berührt.