Halbwach – oder: Wie man Liebesgeschichten schreibt und die Liebe verweigert
Titel:
„Halbwach – oder: Wie man Liebesgeschichten schreibt und die Liebe verweigert"
Leseeindruck:
Das Cover hat eine klare, fast provokante Wirkung: Die Frau im lila Blazer sitzt entspannt im Sessel, der Blick schräg nach oben gerichtet – selbstbewusst, leicht abweisend, als würde sie jeden Versuch, sie einzuordnen, von vornherein abblocken. Kein romantisches Pastell, keine verträumte Stimmung. Dieser Kontrast zu einem Roman über die Liebe ist gewollt und funktioniert.
Der Prolog hat mich direkt gepackt. Das Eingeständnis, ein Arschloch gewesen zu sein, ist entwaffnend ehrlich – und gleichzeitig steckt dahinter eine Intelligenz, die sich nicht in Selbstmitleid verliert. Sophia Como schreibt direkt, scharf und mit einem trockenen Witz, der manchmal wehtut, weil er so präzise ist. Zoe als Figur ist schwer zu greifen, und genau das macht sie so fesselnd. Sie schreibt Liebesromane und glaubt kein Wort davon. Sie bricht Herzen und weiß es. Und irgendetwas in dieser Diskrepanz verrät, dass da eine Wunde ist, die sie noch nicht benennen kann.
Die Eröffnungsszene mit Mark ist hervorragend: kein klassischer Beziehungsstreit, sondern eine sehr präzise Demontage von Kontrollmechanismen, die Zoe mit bemerkenswerter Klarheit benennt – und doch landet danach, fast heimlich, dieser Anruf in der Nacht wie ein kleiner Riss in der Fassade. Das ist der Moment, der mich hält. Ebenso die kurze Begegnung mit Mael, der nicht aufdringlich wirkt und gerade deshalb interessant bleibt.
Ich erwarte eine Geschichte darüber, was passiert, wenn jemand, der immer nur Herzen gebrochen hat, plötzlich selbst verletzbar wird – und sich dagegen mit allen Mitteln sträubt. Weiterlesen möchte ich vor allem, weil Zoe keine einfache Protagonistin ist. Sie ist keine Frau, die gerettet werden will. Und trotzdem ahnt man, dass sie sich selbst am längsten im Weg steht.
„Halbwach – oder: Wie man Liebesgeschichten schreibt und die Liebe verweigert"
Leseeindruck:
Das Cover hat eine klare, fast provokante Wirkung: Die Frau im lila Blazer sitzt entspannt im Sessel, der Blick schräg nach oben gerichtet – selbstbewusst, leicht abweisend, als würde sie jeden Versuch, sie einzuordnen, von vornherein abblocken. Kein romantisches Pastell, keine verträumte Stimmung. Dieser Kontrast zu einem Roman über die Liebe ist gewollt und funktioniert.
Der Prolog hat mich direkt gepackt. Das Eingeständnis, ein Arschloch gewesen zu sein, ist entwaffnend ehrlich – und gleichzeitig steckt dahinter eine Intelligenz, die sich nicht in Selbstmitleid verliert. Sophia Como schreibt direkt, scharf und mit einem trockenen Witz, der manchmal wehtut, weil er so präzise ist. Zoe als Figur ist schwer zu greifen, und genau das macht sie so fesselnd. Sie schreibt Liebesromane und glaubt kein Wort davon. Sie bricht Herzen und weiß es. Und irgendetwas in dieser Diskrepanz verrät, dass da eine Wunde ist, die sie noch nicht benennen kann.
Die Eröffnungsszene mit Mark ist hervorragend: kein klassischer Beziehungsstreit, sondern eine sehr präzise Demontage von Kontrollmechanismen, die Zoe mit bemerkenswerter Klarheit benennt – und doch landet danach, fast heimlich, dieser Anruf in der Nacht wie ein kleiner Riss in der Fassade. Das ist der Moment, der mich hält. Ebenso die kurze Begegnung mit Mael, der nicht aufdringlich wirkt und gerade deshalb interessant bleibt.
Ich erwarte eine Geschichte darüber, was passiert, wenn jemand, der immer nur Herzen gebrochen hat, plötzlich selbst verletzbar wird – und sich dagegen mit allen Mitteln sträubt. Weiterlesen möchte ich vor allem, weil Zoe keine einfache Protagonistin ist. Sie ist keine Frau, die gerettet werden will. Und trotzdem ahnt man, dass sie sich selbst am längsten im Weg steht.