Zwischen Selbstschutz, Chaos und unerwarteten Begegnungen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
jule2005 Avatar

Von

Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Es wirkt modern, ein wenig melancholisch und vermittelt bereits das Gefühl, dass hier keine klassische, leichte Liebesgeschichte erzählt wird. Genau dieser Eindruck hat sich auch in der Leseprobe bestätigt.

Besonders begeistert hat mich der Schreibstil. Sophia Como schreibt sehr direkt, emotional und gleichzeitig unglaublich authentisch. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, Zoe wirklich kennenzulernen. Ihre Gedanken wirken roh, ehrlich und manchmal auch unbequem, was sie für mich zu einer faszinierenden Protagonistin macht. Sie ist keine typische Heldin, sondern eine Figur mit Ecken, Kanten und vielen inneren Konflikten.

Die Dynamik zwischen Zoe und ihren Freunden hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Dialoge wirken natürlich und lebendig, wodurch die Figuren schnell greifbar werden. Gleichzeitig schwingt unter der lockeren Oberfläche eine gewisse Schwere mit. Man merkt, dass Zoe vieles verdrängt und dass hinter ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Beziehungen mehr steckt als bloße Unabhängigkeit.

Spannend fand ich außerdem die erste Begegnung mit Mael. Zwischen den beiden entsteht sofort eine besondere Atmosphäre, ohne dass dabei auf übertriebene Klischees gesetzt wird. Gerade weil Zoe sich so sehr gegen Nähe sträubt, bin ich neugierig, welche Rolle er in ihrem Leben spielen wird.

Ich erwarte eine emotionale Geschichte über Selbstschutz, Verletzlichkeit und die Frage, ob man sich trotz alter Wunden noch einmal auf einen anderen Menschen einlassen kann. Die Leseprobe hat mich sowohl emotional als auch neugierig zurückgelassen und ich würde sehr gerne weiterlesen, um herauszufinden, welche Geschichte sich hinter Zoes Fassade verbirgt.