Beziehungschaos mitten in Frankfurt

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markuszm Avatar

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Ein nachdenklicher Blick zeigt sich auf dem Cover von Sophia Como’s Halbwach und es wirkt von Anfang wie ein typischer Liebesroman. Die Hauptfigur Zoe möchte eigentlich gar keine langfristige Beziehung, sich auf keinen Fall binden und ihre Freiheiten aufgeben. Immer wieder drängen ihre unverbindlichen Beziehungen sie dann aber zu mehr. Dann trifft sie Mael und es ist alles so einfach denn er möchte auf keine Beziehung. Doch auf einmal ist sich Zoe nicht mehr so sicher ob alles so unverbindlich sein kann.

Nun könnte die Geschichte sehr kitschig werden: Mael und Zoe verlieben sich Hals über Kopf und heiraten. Doch es kommt anders, was in diesem Roman überraschend ehrlich ist. Der Schreibstil ist locker und der Roman ist schnell zu lesen. Man erhält einen tiefen Einblick in den komplexen Charakter von Zoe. Alles fühlt sich authentisch an, und die Ereignisse sind nie übertrieben oder überzeichnet. Mir hat auch die Einbettung in Frankfurt gefallen, da es eine Stadt ist mit der ich sehr verbunden bin.

Das Ende steht ganz im Zeichen von Empowerment und Selbstfindung, was vielen Menschen in der heutigen Zeit guttut. Gerade durch die ständigen Vergleiche in den sozialen Medien und die hohen Erwartungen der Mitmenschen an einen selbst und die Erfüllung dieser Erwartungen. So ist dieser Roman gerade für Millennial sehr passend und hat mich dadurch auch sehr angesprochen.