Für mich eher enttäuschend
Zoe verdient ihren Lebensunterhalt als Autorin von Liebesromanen, dabei hat sie mit Beziehungen nichts am Hut. Auch familiäre Verpflichtungen rauben ihr den letzten Nerv. Sie will ihre Freiheit genießen, feiern gehen, anziehen, was sie will, die Bedürfnisse anderer nicht vor ihre eigenen stellen. Sie sagt das auch ganz deutlich, doch man glaubt ihr nicht oder missversteht sie, beschimpft sie als egoistisch und kalt, wenn sie ihr Ding durchzieht, wenn sie Grenzen setzt.
Dann lernt sie Mael kennen, der will, was sie will: Nähe ohne Verbindlichkeit. Ausgerechnet bei ihm, der sie so akzeptiert, wie sie ist, beginnt sie ihren Lebensstil allerdings zu hinterfragen. Sie stellt sich schmerzlichen Themen: Was genau stört sie warum an Beziehungen? Warum will sie das, was sie nicht haben kann? Warum ist sie so, wie sie ist?
Dieser Roman hat mich frustriert und begeistert:
Das sehr negative Selbstbild, das die Protagonistin von sich hat und was hinter ihrem Lebensstil steckt, empfand ich als wenig originell, nicht besonders modern sowie vorhersehbar. Ich habe den Eindruck, dass Frauen und die Gesellschaft diesbezüglich schon einmal weiter waren – unabhängig von der Ursache des Bedürfnisses nach Unverbindlichkeit. Vielleicht bin ich einfach zu alt für dieses Buch: Ich habe zu oft erlebt, wie ein und dasselbe Verhalten von Frauen erst verurteilt, dann gefeiert, dann pathologisiert wird – und das in endlosen Schleifen.
Warum werden die Stimmen von Menschen aus ihrem Umfeld, die ihre Art zu leben verurteilen, zu ihrer inneren Stimme? Wieso ist sie einerseits selbstbewusst, kann einem Mann erklären, dass kontrollierend ist, weil er seine Unsicherheiten auf sie projiziert und mit ihm Schluss machen, um sich anschließend als schlechter Mensch zu betrachten, der andere verletzt?
Begeistert hat mich Zoes unverblümte Art zu Beginn des Buches, später dann ihre Fähigkeit, unbequeme Wahrheiten anzunehmen sowie auszuleben und dass auch eine Figur, die das Gegenteil von Zoe ist, als “problematisch” dargestellt wird.
Insgesamt hat mich dieses Buch eher enttäuscht. Den Erzählstil und die Dynamik zwischen den Charakteren fand ich großartig, aber das Narrativ rund um Zoe hat mir nicht gefallen – ich empfand es als erwartbar, wenig differenziert sowie nicht ganz schlüssig.
Dann lernt sie Mael kennen, der will, was sie will: Nähe ohne Verbindlichkeit. Ausgerechnet bei ihm, der sie so akzeptiert, wie sie ist, beginnt sie ihren Lebensstil allerdings zu hinterfragen. Sie stellt sich schmerzlichen Themen: Was genau stört sie warum an Beziehungen? Warum will sie das, was sie nicht haben kann? Warum ist sie so, wie sie ist?
Dieser Roman hat mich frustriert und begeistert:
Das sehr negative Selbstbild, das die Protagonistin von sich hat und was hinter ihrem Lebensstil steckt, empfand ich als wenig originell, nicht besonders modern sowie vorhersehbar. Ich habe den Eindruck, dass Frauen und die Gesellschaft diesbezüglich schon einmal weiter waren – unabhängig von der Ursache des Bedürfnisses nach Unverbindlichkeit. Vielleicht bin ich einfach zu alt für dieses Buch: Ich habe zu oft erlebt, wie ein und dasselbe Verhalten von Frauen erst verurteilt, dann gefeiert, dann pathologisiert wird – und das in endlosen Schleifen.
Warum werden die Stimmen von Menschen aus ihrem Umfeld, die ihre Art zu leben verurteilen, zu ihrer inneren Stimme? Wieso ist sie einerseits selbstbewusst, kann einem Mann erklären, dass kontrollierend ist, weil er seine Unsicherheiten auf sie projiziert und mit ihm Schluss machen, um sich anschließend als schlechter Mensch zu betrachten, der andere verletzt?
Begeistert hat mich Zoes unverblümte Art zu Beginn des Buches, später dann ihre Fähigkeit, unbequeme Wahrheiten anzunehmen sowie auszuleben und dass auch eine Figur, die das Gegenteil von Zoe ist, als “problematisch” dargestellt wird.
Insgesamt hat mich dieses Buch eher enttäuscht. Den Erzählstil und die Dynamik zwischen den Charakteren fand ich großartig, aber das Narrativ rund um Zoe hat mir nicht gefallen – ich empfand es als erwartbar, wenig differenziert sowie nicht ganz schlüssig.