Hat mir gut gefallen

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gedanken.buecher Avatar

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Unsere Protagonistin Zoe würde sich ganz klar für eine Party entscheiden, anstatt den Freitag lesend auf der Couch zu verbringen, und dass, obwohl sie erfolgreiche Liebesromanautorin ist, SPIEGEL Bestseller-Autorin, um genau zu sein. Doch die Liebesgeschichten, die sie erzählt, gibt es nur in Büchern, denn die wahre Liebe existiert nicht, sie schränkt nur ein. Das ist zumindest Zoes Ansicht, bis sie Mael kennenlernt. Von Anfang an macht sie klar, dass sie nur was Lockeres will. Ihre Freiheit ist ihr höchstes Gut und daran wird kein Mann etwas ändern. Natürlich bröckelt irgendwann Zoes eiskalte Fassade.

Das war mal wieder eine Geschichte, so richtig zum Mitfühlen. Ich habe Einblicke in Zoes tiefstes Inneres bekommen und auch wenn nicht jede Handlung nachvollziehbar war, konnte ich sie verstehen und mitfühlen. Das Buch hat sich absolut echt angefühlt, als würde ich eine reale Person in ihrem Leben begleiten. Zoe war keine Person, mit der ich sympathisiert habe. Ich fand sie anstrengend, habe oft die Augen verdreht, wenn es wiederholt darum ging, wie eiskalt sie doch ist, wie sie sich selbst auf ein Podest stellt, und mir das Gefühl gibt, sie hielte sich für was Besseres, weil sie das Spiel namens „Liebe“ durchschaut hat. Das ändert sich auch bis zum Schluss nicht und trotzdem mochte ich Zoe irgendwie. Vielleicht, weil sie gerade deswegen so echt rüberkam.

Sophia Como schreibt feinfühlig und behandelt sensible Themen auf eine vollkommen authentische Art und Weise. Und obwohl ich bei vielem relaten konnte und mir dachte „ja, genau SO!“, ist irgendwie der Funke nicht übergesprungen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, wir würden uns im Kreis drehen. Es wurden ständig dieselben Muster wiederholt und obwohl Zoe am Ende eine tolle Entwicklung durchmacht, habe ich ständig auf das „Mehr“ gewartet. Mehr Erkenntnisse, mehr Lichtlein, die aufgehen, mehr Situationen, in denen Zoe langsam begreift… Insgesamt empfehle ich das Buch, weil es nett war. Es hatte alles, um ein gutes Buch zu sein. Es hatte aber nicht genug, um ein Highlight zu sein. 4⭐️