Nähe suchen, unnahbar bleiben
„Keine Romantik, nur Inszenierung. Und es funktioniert.“
Dieses Zitat aus Halbwacht beschreibt Zoes Innenleben unglaublich treffend. Sie ist so sehr damit beschäftigt, zu gefallen und eine Rolle zu spielen, dass sie sich selbst dabei völlig verloren hat.
Zoe ist Schriftstellerin und schreibt ausgerechnet Liebesromane, obwohl sie mit dem Thema eigentlich kaum etwas anfangen kann. Liebesbeziehungen sind ihr suspekt: Sie engen sie ein, machen ihr Angst. Sie möchte sich nicht binden und sehnt sich gleichzeitig nach Nähe. Doch sobald ihr jemand zu nahe kommt, zieht sie sich zurück und stößt andere von sich.
Ihr Selbstbild ist streng und kritisch. Sie hat höchste Ansprüche an sich selbst und daran, wie andere sie wahrnehmen. Sie will gefallen und gleichzeitig unabhängig bleiben, sich nicht in eine Rolle zwängen lassen. Fast könnte man sagen, Zoe übernimmt hier eine Rolle, die oft Männern zugeschrieben wird: frei, ungebunden, ungezwungen. Das Buch spielt gekonnt mit Erwartungshaltungen, Sexismus und Feminismus. Es ist brandaktuell und zugleich emotional und berührend.
Als Zoe den attraktiven Mael kennenlernt, scheint zunächst alles perfekt. Er tickt ähnlich wie sie. Doch mit der Zeit beginnt ihre Fassade zu bröckeln, alte Risse und Wunden lassen sich immer schwerer verbergen. Auch die Dynamik in ihrer Clique verändert sich, eine Gruppe aus durchweg liebenswerten Charakteren, die sich wunderbar ergänzen und harmonieren.
Während die Fassade im Verlauf der Kapitel immer weiter zerfällt, wird deutlich, wohin die Reise geht. Zoes innere Konflikte und Dialoge werden lauter. Manchmal hätte ich mir gewünscht, diese stärker im Außen und nicht nur im Inneren zu erleben. Dennoch fiel es dank des flüssigen Schreibstils leicht, Zoe zu begleiten, und ich habe das Buch gerne und zügig gelesen. Am Ende hätte ich mir jedoch etwas mehr Zeit mit Zoe gewünscht, um zu erleben, wie sie ihre Gedanken und Ängste wirklich verarbeitet.
Dieses Zitat aus Halbwacht beschreibt Zoes Innenleben unglaublich treffend. Sie ist so sehr damit beschäftigt, zu gefallen und eine Rolle zu spielen, dass sie sich selbst dabei völlig verloren hat.
Zoe ist Schriftstellerin und schreibt ausgerechnet Liebesromane, obwohl sie mit dem Thema eigentlich kaum etwas anfangen kann. Liebesbeziehungen sind ihr suspekt: Sie engen sie ein, machen ihr Angst. Sie möchte sich nicht binden und sehnt sich gleichzeitig nach Nähe. Doch sobald ihr jemand zu nahe kommt, zieht sie sich zurück und stößt andere von sich.
Ihr Selbstbild ist streng und kritisch. Sie hat höchste Ansprüche an sich selbst und daran, wie andere sie wahrnehmen. Sie will gefallen und gleichzeitig unabhängig bleiben, sich nicht in eine Rolle zwängen lassen. Fast könnte man sagen, Zoe übernimmt hier eine Rolle, die oft Männern zugeschrieben wird: frei, ungebunden, ungezwungen. Das Buch spielt gekonnt mit Erwartungshaltungen, Sexismus und Feminismus. Es ist brandaktuell und zugleich emotional und berührend.
Als Zoe den attraktiven Mael kennenlernt, scheint zunächst alles perfekt. Er tickt ähnlich wie sie. Doch mit der Zeit beginnt ihre Fassade zu bröckeln, alte Risse und Wunden lassen sich immer schwerer verbergen. Auch die Dynamik in ihrer Clique verändert sich, eine Gruppe aus durchweg liebenswerten Charakteren, die sich wunderbar ergänzen und harmonieren.
Während die Fassade im Verlauf der Kapitel immer weiter zerfällt, wird deutlich, wohin die Reise geht. Zoes innere Konflikte und Dialoge werden lauter. Manchmal hätte ich mir gewünscht, diese stärker im Außen und nicht nur im Inneren zu erleben. Dennoch fiel es dank des flüssigen Schreibstils leicht, Zoe zu begleiten, und ich habe das Buch gerne und zügig gelesen. Am Ende hätte ich mir jedoch etwas mehr Zeit mit Zoe gewünscht, um zu erleben, wie sie ihre Gedanken und Ängste wirklich verarbeitet.