Selbstbestimmung und Bindungsängste
Die Protagonistin Zoe ist zwar hauptberuflich Autorin von Liebesromanen, hat aber in ihrem Privatleben so gar nichts mit Liebe und Romantik am Hut, sondern geht von einer unverbindlichen, rein körperlichen Beziehung zur nächsten.
Diese Prämisse des Romans "Halbwach" hat mir sofort zugesagt und insgesamt fand ich das Buch auch ganz gut. Zoes Leben in der Stadt, ihr Freundeskreis und die komplexen Dynamiken ihrer Familie haben mir gut gefallen. Besonders toll fand ich die Gespräche mit ihrer Therapeutin und wie sie im Laufe des Buches sich immer weiter entwickelt.
Leider hatte das Buch auch einige Schwachstellen für mich. Die meiste Zeit hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen und Zoes Gedanken wirkten authentisch, aber zwischendurch gab es immer wieder Sätze, die irgendwie nicht richtig passten, besonders was das Thema Feminismus angeht. Da hätte ich mir einfach noch mehr Tiefe gewünscht, da viele feministische Themen, die in dem Buch angeschnitten wurden, sehr oberflächlich blieben und es deswegen eher belehrend wirkte. Dazu kommt, dass Zoe, obwohl sie ja so befreit und feministisch sein soll, selber sehr viel für männliche Aufmerksamkeit tut, aber ihre Freundin und Schwester gleichzeitig genau dafür verurteilt, nur weil sie das gleiche auf einem anderen Weg tun. Da hätte ich mir noch mehr Reflexion über diese Widersprüche gewünscht. Außerdem habe ich leider die Verbindung zwischen Mael und Zoe nicht wirklich gefühlt, bzw. hätte auch da mehr Tiefe erwartet.
Trotzdem ein ganz gutes Buch, dass viele interessante Themen behandelt und besonders für junge Frauen am Anfang des Erwachsenenlebens wirklich empfehlenswert.
Diese Prämisse des Romans "Halbwach" hat mir sofort zugesagt und insgesamt fand ich das Buch auch ganz gut. Zoes Leben in der Stadt, ihr Freundeskreis und die komplexen Dynamiken ihrer Familie haben mir gut gefallen. Besonders toll fand ich die Gespräche mit ihrer Therapeutin und wie sie im Laufe des Buches sich immer weiter entwickelt.
Leider hatte das Buch auch einige Schwachstellen für mich. Die meiste Zeit hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen und Zoes Gedanken wirkten authentisch, aber zwischendurch gab es immer wieder Sätze, die irgendwie nicht richtig passten, besonders was das Thema Feminismus angeht. Da hätte ich mir einfach noch mehr Tiefe gewünscht, da viele feministische Themen, die in dem Buch angeschnitten wurden, sehr oberflächlich blieben und es deswegen eher belehrend wirkte. Dazu kommt, dass Zoe, obwohl sie ja so befreit und feministisch sein soll, selber sehr viel für männliche Aufmerksamkeit tut, aber ihre Freundin und Schwester gleichzeitig genau dafür verurteilt, nur weil sie das gleiche auf einem anderen Weg tun. Da hätte ich mir noch mehr Reflexion über diese Widersprüche gewünscht. Außerdem habe ich leider die Verbindung zwischen Mael und Zoe nicht wirklich gefühlt, bzw. hätte auch da mehr Tiefe erwartet.
Trotzdem ein ganz gutes Buch, dass viele interessante Themen behandelt und besonders für junge Frauen am Anfang des Erwachsenenlebens wirklich empfehlenswert.