Wer bin ich und was brauche ich in Beziehungen?

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gluecksfee Avatar

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Zoe will sich nicht an einen Partner binden. Stattdessen geht sie nur lockere Bekanntschaften ein und ist beruflich als Autorin tätig, wo sie Bücher über die Liebe schreibt. Für Zoe scheint das alles so auch zu klappen, bis sie sich auf etwas Lockeres mit Mael einlässt. Sie gerät in einen Konflikt, wo sie für sich herausfinden muss, ob sie ihr Leben weiterhin so führen will.

Ich empfand die Handlung stellenweise als etwas schleppend, da sich das Erzähltempo zwischenzeitlich verlangsamte. Daher bin ich gelegentlich zum Hörbuch gewechselt, um nicht in eine Lesepause zu geraten. Ab der Mitte der Geschichte kam ich wieder in einen guten Lesefluss, denn die Ereignisse begannen sich zu überschlagen und die Handlung nahm spürbar wieder an Fahrt auf. Gut umgesetzt fand ich die Themen Selbstliebe und -findung, familiäre Prägungen, Angst vor Enttäuschung sowie Bindungsprobleme. Auch die platonischen Freundschaften, die Zoe pflegt, hat viel Raum eingenommen und haben einen wertvollen Beitrag für die Handlung und für ihre charakterliche Entwicklung geleistet.

Vor allem fand ich toll, dass es kein klischeehaftes Ende gab, obwohl ich mir das für sie insgeheim erhofft hatte. Das war aber gar nicht nötig, denn der Fokus der Geschichte ist sie selbst. Sie braucht sich nicht über einen Partner zu definieren - das fand ich eine starke Message.

Die Protagonistin Zoe legt eine unglaubliche Charakterentwicklung hin. Gemeinsam mit ihrer Psychologin und auch durch Selbstreflexion fängt sie an, ihre Ansichten und ihr eigenes Selbstbild zu hinterfragen. Sie gerät in eine Identitätskrise, aus der sie sich souverän herauskämpfen kann.



Das Buch hält, was es verspricht. Ich empfehle es allen, die gerne Geschichten lesen, in denen sich der Protagonist enorm entwickelt.