Wichtige Themen, leider zu plakativ umgesetzt

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inibieni81 Avatar

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Inhaltlich konnte mich dieser Roman leider nicht überzeugen, was ausdrücklich nicht an der Grundidee, sondern an der erzählerischen Umsetzung liegt. Die Protagonistin wird anfangs als reflektierte, feministische Frau eingeführt, die sich intensiv mit ihrer Psyche auseinandersetzt. Umso unplausibler wirkt es, dass sie in anderen Bereichen, wie dem eigenen Körperbild, tief in patriarchalen Denkmustern steckt. Ich erkenne, dass die Protagonistin sich entwickeln soll im Verlauf des Buches, aber es wirkt sehr unauthentisch.
Die Integration der feministischen Diskurse fühlt sich leider an wie eine Aneinanderreihung von Social-Media-Slogans. Statt die Dynamiken subtil in die Story einzuflechten, wirkt der Text oft wie eine bloße Kopie bekannter Online-Debatten. Auch die Parallelen zur Realität der Autorin (die Verteidigung des Romance-Genres) verleihen dem Buch einen fast schon autobiografischen Beigeschmack. Das Aufgreifen dieser gesellschaftlichen Fragen ist absolut notwendig, allerdings hätte ich mir hier erzählerische Tiefe statt vorgekauter Phrasen gewünscht. Wer neu in der Thematik ist, wird hier sicherlich viel Mitnehmen können; für mich war es handwerklich leider zu platt.