Wow

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francisca Avatar

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Sophia hatte mich schon mit dem Prolog. Mit der ersten Seite. Und schließlich mit dem ganzen Roman. Der Plot hat mir einfach sooo aus der Seele gesprochen. An dem Genre liebe ich, dass die Frauen sie selbst sein dürfen, unhinged, strugglen und sich gleichzeitig für women support women einsetzen. Hier steht keine Romance im Vordergrund,kein Happy End, denn es geht nicht um irgendwelche Typen, sondern darum, wer man selbst ist, sein will, sein kann. Identität, Reflexion, Suche.

Die Charakterentwicklung hat mir gut gefallen, durch Therapie hat unsere Prota gelernt, dass sie Bindungsängst hat, hervorgerufen durch die Kindheit. Konnte so sehr relaten. Unterstützung Frauen wie Stina und Sandy war so wundervoll. Und als Gegenseite Marie, die noch in den Strukturen alter Rollenbilder hängt, glaubt, einen toxischen bf ändern zu können. Und dann endlich begreift.

Den Love Interest Mael fand ich nicht schrecklich wie ein paar Leserinnen, weil er von Anfang an kommuniziert hat, dass er nichts Festes will. Aber ich fand es schön, dass Zoe sich eingestanden hat, dass sie  nun doch etwas anderes will, völlig legitim, und dass kein happy end erzwungen wurde, sondern jeder in einem anderen Status Quo seiner Entwicklung und Bedürfnisse steht, die sich eine Weile überschneiden, dann nicht mehr.
Liebs, dass diese Bedürfnisse nicht aneinander, sondern an sich selbst angepasst wurden.

Der Vater war ja mal schrecklich omg, hätte am liebsten für Zoe den Kontakt abgebrochen. Schön zu sehen, wie sie ihrer Schwester letztlich die Augen öffnen konnte. Ich habe verstanden, weshalb sie sich von der Familie distanziert hat.

Auch die Buchbranche spielt eine Rolle. Zoe hat einen Bestseller gelandet und soll nun weiter in einem Genre schreiben, das sie nicht mehr fühlt. Sie will sich nicht mehr für den schnelllebigen Markt verbiegen und entscheidet sich dagegen, ein wahnsinnig mutiger Schritt, auch das ganze Manuskript zu löschen, help. Hab es so sehr gefühlt, dieses aktuelle "Wir suchen Ghostwriter für Mainstream, die im Monatstakt abliefern", das so viele in den Burnout treibt.

Sehr stark fand ich, wie ggü ignoranten toxic boys über Feminismus, S3xismus, H0mophobie, Rass1smus aufgeklärt wurde. Und leider viel zu realistisch, dass es die Typen nicht interessiert hat. Man kennts.

Der Schreibstil ist deep, zugänglich, aufwühlend, fesselnd, zT poetisch. Ich habe alles daran geliebt.
Der Roman hat mir unglaublich gut gefallen und ich kann nur eine riesige Leseempfehlung aussprechen ♡