Zwischen Selbstfindung und Bindungsangst

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annaaa Avatar

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Zoe ist erfolgreiche Autorin, liebt ihre Unabhängigkeit und ist überzeugt, dass Beziehungen für sie nicht funktionieren. Als sie Mael kennenlernt, scheint sein Wunsch nach einer unverbindlichen Beziehung perfekt zu ihrem Lebensentwurf zu passen. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr gerät Zoes Weltbild ins Wanken und sie beginnt, sich mit ihrer Vergangenheit und ihren eigenen Mustern auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und auch einige Dynamiken zwischen den Figuren fand ich interessant. Besonders die Einblicke in Zoes Therapiesitzungen mochte ich, weil sie ihr Verhalten und ihre Gedanken nachvollziehbarer gemacht haben.

Trotzdem hat mich die Geschichte leider nicht erreicht. Vieles wirkte auf mich etwas gewollt und ich konnte weder zu Zoe noch zu den anderen Figuren eine richtige Verbindung aufbauen. Auch der Plot zum Ende hin hat für mich nicht mehr viel zur Geschichte beigetragen und hätte es aus meiner Sicht nicht unbedingt gebraucht.

Ich war tatsächlich froh, dass es das Buch auch als Hörbuch gibt. So habe ich die Geschichte noch beendet. Als Printbuch hätte ich sie vermutlich abgebrochen.

Vielleicht bin ich inzwischen einfach nicht mehr die richtige Zielgruppe. Ich konnte mich in viele Gedanken und Entscheidungen der Figuren nicht so gut hineinversetzen. Das ist überhaupt nicht schlimm – manchmal passt ein Buch einfach nicht zum eigenen Leben oder zur eigenen Lebensphase.

Die Grundidee und auch der Klappentext haben mich sehr angesprochen. Umso schade finde ich, dass der Funke bei mir leider nicht übergesprungen ist.