Roh, unverblümt und aussagekräftig

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anja_reads Avatar

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In den ersten 29 Seiten dieses Buches bekommt der Leser einen tiefen Einblick in das Leben und die Gefühlswelt von Waldo durch ihre komplizierten und ungefilterten Gedanken. Hier wird kein Wort zensiert, was mich zunächst erst geschockt hat, denn ich habe noch kein Buch gelesen, wo die Sprache gezielt so vulgär und roh ist. Diese Sprachwahl macht Waldo schon zu Beginn zu einem sehr realen Charakter, bei welchem man sich sicher sein kann, dass sie nichts vor dem Leser geheim halten wird.
Es ist fast so, als würden wir ihr Tagebuch lesen. Man fühlt sich auf der einen Seite beschämt diese Gefühle, Worte und Momente mitzuerleben, aber andererseits kann man auch gar nicht aufhören zu lesen.
Jennette hat hier bewusst diese schockierende Sprache gewählt um den Lesenden von dem Inhalt abzuschrecken. So eine Beziehung ist nicht okay und die Autorin schreckt nicht davor zurück uns das mit allen Mitteln klar zu machen.
Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch außerdem sehr schnell lesen und ich kann es gar nicht erwarten mehr von der Geschichte zu lesen.