Direkt, brutal ehrlich und provokativ!
„Half his age“ von Jennette Mc Curdy ist unglaublich direkt und provokativ.
Im Zentrum der Geschichte steht Waldo, eine 17-jährige, die sich zum Ziel gemacht hat, eine Beziehung mit ihrem verheirateten Collage-Lehrer Mr. Korgy einzugehen. Nicht dass sie besonders verliebt in ihn wäre, er wurde eher eine Art Herausforderung, die sich zu einer Obsession entwickelte.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Man baut jedoch keine Beziehung zu ihnen auf. Sie wirken abstoßend, was vermutlich die Faszination hervorrufen sollte. Waldo ist in ihren Mustern verfangen und von der Suche nach einem Dopaminkick besessen, sei es durch Sex, Shoppen oder Konsum. Mr. Korgy scheint auch sehr labil zu sein und ohne jegliche Begeisterung durch sein Leben zu gehen, bis er sich auf die Affäre mit Waldo einlässt.
Das Buch punktet durch die subtile Beschreibung der Ursachen für das fragwürdige Verhalten der beiden Protagonisten. Warum wurden sie zu den Menschen, die sie heute sind? „Half his age“ ist somit eine unterschwellige Studie über toxische Beziehungen, emotionalen Missbrauch, Manipulationen, Armut, soziale Herkunft und daraus resultierende Probleme.
Ich fand es schade, dass das Buch so überlagert von all den zum Teil zu expliziten Sex-Szenen wurde und weniger Raum der inneren Leere beider Hauptcharaktere sowie ihrer Sehnsucht nach wahrer Verbundenheit ließ. Hinter der Fassade aus Stärke, Coolness und Abgeklärtheit spürte man nämlich Einsamkeit und Verletzlichkeit. Diese Facetten kamen leider zu kurz.
Der Schreibstil ist obszön, roh, brutal ehrlich und nicht besonders anspruchsvoll. Ich kann mir vorstellen, dass ich die Geschichte nicht wirklich gern als Buch lesen würde. Als Hörbuch war es dank der gut transportierten Dramatik und der Stimmung in der Ausarbeitung von Paula Hans interessanter.
Im Zentrum der Geschichte steht Waldo, eine 17-jährige, die sich zum Ziel gemacht hat, eine Beziehung mit ihrem verheirateten Collage-Lehrer Mr. Korgy einzugehen. Nicht dass sie besonders verliebt in ihn wäre, er wurde eher eine Art Herausforderung, die sich zu einer Obsession entwickelte.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Man baut jedoch keine Beziehung zu ihnen auf. Sie wirken abstoßend, was vermutlich die Faszination hervorrufen sollte. Waldo ist in ihren Mustern verfangen und von der Suche nach einem Dopaminkick besessen, sei es durch Sex, Shoppen oder Konsum. Mr. Korgy scheint auch sehr labil zu sein und ohne jegliche Begeisterung durch sein Leben zu gehen, bis er sich auf die Affäre mit Waldo einlässt.
Das Buch punktet durch die subtile Beschreibung der Ursachen für das fragwürdige Verhalten der beiden Protagonisten. Warum wurden sie zu den Menschen, die sie heute sind? „Half his age“ ist somit eine unterschwellige Studie über toxische Beziehungen, emotionalen Missbrauch, Manipulationen, Armut, soziale Herkunft und daraus resultierende Probleme.
Ich fand es schade, dass das Buch so überlagert von all den zum Teil zu expliziten Sex-Szenen wurde und weniger Raum der inneren Leere beider Hauptcharaktere sowie ihrer Sehnsucht nach wahrer Verbundenheit ließ. Hinter der Fassade aus Stärke, Coolness und Abgeklärtheit spürte man nämlich Einsamkeit und Verletzlichkeit. Diese Facetten kamen leider zu kurz.
Der Schreibstil ist obszön, roh, brutal ehrlich und nicht besonders anspruchsvoll. Ich kann mir vorstellen, dass ich die Geschichte nicht wirklich gern als Buch lesen würde. Als Hörbuch war es dank der gut transportierten Dramatik und der Stimmung in der Ausarbeitung von Paula Hans interessanter.