Fesselnd und herausfordernd
"Half His Age" von Jennette McCurdy lässt mich zwiegespalten zurück. In dem Roman geht es um ein High School Mädchen, welches von ihrer Familie vernachlässigt wird und schließlich eine sexuelle Beziehung mit ihrem Lehrer eingeht. Die Themen, die behandelt werden sind hart. Es geht um Vernachlässigung, Konsumsucht, Sexualität, psychische Probleme und vor allen Dingen um den Missbrauch einer Minderjährigen. Sexszenen werden explizit beschrieben. Der Schreibstil ist passend dazu roh, derb, direkt und ehrlich. Während dem Lesen verspürt man durchweg Unbehagen - es ist definitiv kein Wohlfühlbuch. Dies ist jedoch sicherlich eine bewusste Entscheidung der der Autorin, um die ungleichen Machtverhältnisse zu zeigen. Trotzdem leidet der Spaß beim Lesen natürlich etwas unter der düsteren Thematik.
Der Lesefluss ist hervorragend, da die Kapitel sehr kurz sind und der Schreibstil fließend. Die Atmosphäre ist deprimierend und fast aussichtslos. Die Charaktere sind authentisch und gleichzeitig verstörend. Man sieht der Protagonistin dabei zu, wie sie eine schlechte Entscheidung nach der nächsten trifft. Sie ist als 17-jähriges Mädchen ein Opfer von Missbrauch und gleichzeitig irgendwie nicht das typische Opfer. Diese vermeintliche Widersprüchlichkeit hat mir gut gefallen.
Insgesamt ist der Roman zugleich fesselnd und herausfordernd, weshalb ich Schwierigkeiten bei der Bewertung hatte. Nach "I‘m glad my mom died" hat die Autorin ihren Stil gefunden. Schreibstil und Geschichte haben mich insgesamt überzeugt, darum kann ich das Buch allen weiterempfehlen, die sich dazu in der Lage fühlen über diese Themen zu lesen.
Der Lesefluss ist hervorragend, da die Kapitel sehr kurz sind und der Schreibstil fließend. Die Atmosphäre ist deprimierend und fast aussichtslos. Die Charaktere sind authentisch und gleichzeitig verstörend. Man sieht der Protagonistin dabei zu, wie sie eine schlechte Entscheidung nach der nächsten trifft. Sie ist als 17-jähriges Mädchen ein Opfer von Missbrauch und gleichzeitig irgendwie nicht das typische Opfer. Diese vermeintliche Widersprüchlichkeit hat mir gut gefallen.
Insgesamt ist der Roman zugleich fesselnd und herausfordernd, weshalb ich Schwierigkeiten bei der Bewertung hatte. Nach "I‘m glad my mom died" hat die Autorin ihren Stil gefunden. Schreibstil und Geschichte haben mich insgesamt überzeugt, darum kann ich das Buch allen weiterempfehlen, die sich dazu in der Lage fühlen über diese Themen zu lesen.