Kurzweilig und mit viel zynischem Humor
Die 17-jährige Waldo verknallt sich in ihren Lehrer und stürzt sich in eine Affäre mit dem verheirateten Mann, der doppelt so alt ist wie sie...
Half His Age ist nach I'm Glad My Mom Died das zweite Buch von Jennette McCurdy. Eine Geschichte über Macht, Vernachlässigung, die Gefahren der Einsamkeit, Kaufsucht, eine dysfunktionale Mutter-Tochter-Beziehung und Freundschaft. Trotz der Schwere einiger Themen kommt hier McCurdys zynischer Humor zum Tragen, sodass die Geschichte einen richtigen Sog entwickelt. Ich musste zwischendurch bei einigen ihrer trockenen Bemerkungen laut lachen, wobei die Hauptfigur keine besonders große Sympathieträgerin ist. Sie beurteilt alle in ihrem Umfeld, sie kauft aus Frust das halbe Internet leer, um alles wieder zurückzuschicken oder wegzuschmeißen, sie ist sexuell aggressiv und narzisstisch. Gleichzeitig hat sie große Selbstzweifel, schämt sich für ihre White-Trash-Herkunft. Eine unreife 17-Jährige eben, die längst nicht so erwachsen ist wie sie gerne wäre. Zwischendurch finden sich aber immer wieder Passagen, die einen nachdenklich machen und die Dinge auf den Punkt bringen, etwa wenn sie über das gestörte Verhältnis zu ihrer Mutter spricht. Das Cover und der Klappentext mit dem reißerischen Stichwort "notgeil" werden dem Buch nicht wirklich gerecht. Es ist vielleicht kein perfektes Buch und für mich nicht so gut wie der Vorgänger, aber dennoch lesenswert und wirklich kurzweilig.
Half His Age ist nach I'm Glad My Mom Died das zweite Buch von Jennette McCurdy. Eine Geschichte über Macht, Vernachlässigung, die Gefahren der Einsamkeit, Kaufsucht, eine dysfunktionale Mutter-Tochter-Beziehung und Freundschaft. Trotz der Schwere einiger Themen kommt hier McCurdys zynischer Humor zum Tragen, sodass die Geschichte einen richtigen Sog entwickelt. Ich musste zwischendurch bei einigen ihrer trockenen Bemerkungen laut lachen, wobei die Hauptfigur keine besonders große Sympathieträgerin ist. Sie beurteilt alle in ihrem Umfeld, sie kauft aus Frust das halbe Internet leer, um alles wieder zurückzuschicken oder wegzuschmeißen, sie ist sexuell aggressiv und narzisstisch. Gleichzeitig hat sie große Selbstzweifel, schämt sich für ihre White-Trash-Herkunft. Eine unreife 17-Jährige eben, die längst nicht so erwachsen ist wie sie gerne wäre. Zwischendurch finden sich aber immer wieder Passagen, die einen nachdenklich machen und die Dinge auf den Punkt bringen, etwa wenn sie über das gestörte Verhältnis zu ihrer Mutter spricht. Das Cover und der Klappentext mit dem reißerischen Stichwort "notgeil" werden dem Buch nicht wirklich gerecht. Es ist vielleicht kein perfektes Buch und für mich nicht so gut wie der Vorgänger, aber dennoch lesenswert und wirklich kurzweilig.