Verstörend, aber fesselnd

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katy1980 Avatar

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Waldo ist 17 und wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter in prekären Verhältnissen auf. Ihre Mutter vernachlässigt sie stark und ist abhängig von ungesunden Beziehungen mit Männern.
Waldo übernimmt früh Verantwortung, auch finanziell, und fühlt sich leer und ungesehen. Um diese Leere zu betäuben, flüchtet sie sich in exzessive Kaufanfälle, und körperliche Nähe mit gleichaltrigen Jungs ohne emotionale Bedeutung.
Dieses Gefühl von Gesehenwerden erlebt sie erstmals bei ihrem Lehrer Mr. Korgy.
Daraus entwickelt sich eine starke Anziehung und Abhängigkeit.
Die Beziehung zu ihrem Lehrer wird sehr schonungslos, recht nüchtern und direkt geschildert. Auch Waldos Gedankenwelt wird unheimlich authentisch und intensiv erzählt. Teilweise fühlt es sich an wie bei einem Autounfall, bei dem man trotzdem hinschauen muss. Zum Teil sind die Szenen ganz schön eklig und verstörend, aber es war fesselnd, aufwühlend und spannend so tief in Waldos Gedanken – und Gefühlswelt einzutauchen.