Zwischen Vorfreude und Wackelzähnen

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boardgiulie Avatar

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Die Leseprobe startet mitten in Annas Vorfreude: Sie will endlich los in die Kita, ihrem besten Freund Ben Muscheln schenken und morgen beginnt die Vorschule. Gleichzeitig merkt man schnell, dass sie nicht nur begeistert ist. Als sie hört, dass es nun losgeht, zuckt sie mit den Schultern – sie freut sich zwar, zu den „Großen“ zu gehören, weiß aber nicht, ob das wirklich Spaß machen wird.

Besonders schön fand ich die kleinen Details: der Kakao im Bett, die Schultüte, der Buchstabenkeks auf dem Frühstücksteller und die liebevolle Bezeichnung „Wackelzähne“ für die Vorschulkinder. Das gibt dem Start etwas Besonderes, ohne übertrieben zu wirken.

Sehr authentisch wirkt Annas Sorge, dass sie dann vielleicht nicht mehr genug spielen kann oder wegen Turnen weniger Zeit hat. Diese Unsicherheit fühlt sich ehrlich an. Die Erzieherin nimmt ihr die Angst ruhig und verständlich, was ich angenehm unaufgeregt gelöst finde.

Die Mitmach-Elemente (Postkarte erkennen, Buchstaben finden, klatschen, helfen beim ersten Zettel) sind direkt eingebunden und passen natürlich in die Handlung.

Mein Eindruck nach der Leseprobe: Ein warmherziger, realistischer Einstieg in die Vorschulzeit, der Gefühle ernst nimmt und gleichzeitig Neugier weckt. Und ja – ich würde gern weiterlesen, um zu sehen, wie Anna sich weiterentwickelt.