Happy Squid Game oder doch nicht?
Das Cover ist spacig, modern und irgendwie überraschend. Ein Smiley wird auseinandergerissen und dahinter - ein Totenkopf. Doch warum? Das erfahren wir hoffentlich bald. Die Leseprobe verrät uns allerdings noch nicht ganz so viel. Der 17-jährige Sebastian Seaton hat sich für ein neuartiges Mental-Health-Programm beworben. Hier sollen unglückliche Teenager in dreizehn Tagen in einem experimentellem Programm zu happy Teenagern umgeformt werden. Wir erleben seine Anreise und das erste Kennenlernen der ganzen Gruppe. Alles mutet sektenartig an, die "Betreuer" mit ihren gelben Overalls erinnern an Squid Game. Der skandierte Slogan "Verantwortung. Wachstum. Dankbarkeit." wirkt befremdlich. Von den Teilnehmern müssen wohl auch zahlreiche Challenges allein und in Gruppen bewältigt werden. Das Buch liest sich total spannend an und macht gerade bei einem Squid Game Fan wie mir, Lust auf mehr. Was wird mit den Teenagern geschehen? Wie gefährlich werden die Challenges? Immerhin erhält jeder einen Überlebenschip, der die Vitalfunktionen misst. Ganz harmlos können die Spiele also nicht sein. Zahlreiche Fragen drängen sich dem Leser auf, die es zu ergründen gilt: Wird Sebastian über sich hinauswachsen, Freunde finden und sich weiterentwickeln? Wie gefährlich wird der Aufenthalt? Was bewirken die Challenges? Spannung pur, interessant verpackt. Ein Buch, das ich unbedingt lesen möchte.