Hohe Lesebereitschaft garantiert

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kokoloreslot Avatar

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In diesem Reihenauftakt werden Teenager für zwei Wochen in ein verpflichtendes Programm eingeladen, dass ihnen Glück, Zufriedenheit und Gesundheit verspricht. Sie müssen Prüfungen absolvieren und sich einem Team anschließen. Zwei smartphonefreie und fremdbestimmte Wochen erwarten sie. Seb wurde ausgewählt und agiert glaubhaft und authentisch. Der immense Druck, der sich aufbaut, überträgt sich direkt. Auch er ist sonst täglich am Bildschirm und betäubt seine Gefühle, um die Ausgrenzung auszuhalten. Seb ist ein Siebzehnjähriger mit dem sich die Leser*innen gut identifizieren können. Manchmal passieren Dinge, die ihn und einen selbst aufrütteln und die man kritisch überdenkt. Zumal die Fragestellung und Hintergründe nicht aktueller sein könnten. Dadurch funktioniert der YA-Thriller auf mehreren Ebenen, weil er Coming-of-Age-Themen mit interessanten Figuren und einem bizarren Fokus auf die persönliche Entwicklung verbindet. Ich hatte so viel Tiefe jedenfalls nicht erwartet. Langweilig wird es aber nicht. Weder bei den Figuren noch der Handlung, weiß man, was passieren wird. Das wird die Zielgruppe spannend unterhalten, könnte aber auch für Erwachsene außerhalb unterhaltsam sein, die wieder mehr Interesse am Lesen suchen. Mich hat Happy Head nicht losgelassen, was auch am Text-Erlebnis lag. Zum Beispiel werden Nachrichten gut sichtbar hervorgehoben und die Formatierung ist leserfreundlich. Der Farbschnitt macht auch was her. Der Spannungsaufbau steigt bis zum Schluss. So macht das Lesen Spaß. Vielleicht auch endlich etwas für alle, die Thriller noch nicht für sich entdeckt haben.