Packend – ein spannender Dilogie-Auftakt

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annamagareta Avatar

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„Happy Head“ ist der erste Band der Near Future Fiction-Thriller-Reihe des in Manchester lebenden Autors und Krankenpfleger für psychische Gesundheit Josh Silver.
HappyHead ist ein Mental-Health-Programm für Jugendliche, in dem diese psychisch gestärkt werden sollen. Die Plätze sind rar und heiß begehrt, zumindest von den Eltern. Der siebzehnjährige Seb darf als einer von hundert Jugendlichen teilnehmen. Seine Mutter ist der Meinung ist, dass er sich glücklich schätzen sollte und sieht in dem Projekt eine große Chance.
Die Regeln sind streng. Für Gehorsamkeit und Erfolge gibt es Belohnungen.
Dort lernt Seb Finn kennen, zu dem er sich hingezogen fühlt und der gegen das Programm rebelliert.
Der Schreibstil von Josh Silver ist lebendig und fesselnd. Die Ereignisse werden aus der Perspektive von Seb geschildert, wodurch man beim Lesen das Gefühl bekommt direkt mit dabei zu sein.
Schnell merkt man, dass die Challenges, denen sich die Jugendlichen aussetzen müssen immer bedrohlicher, regelrecht verstörend, werden.
Die Spannung baut sich zunehmend auf und sie Atmosphäre ist düster. Dabei steckt die Handlung voller Action, die aber gleichzeitig mit einer unaufdringliche Liebesgeschichte verwoben ist.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und jeder für sich ist gut ausgearbeitet.
Die Story ist intensiv und unangenehm nah an der Realität. Es geht um Leistungsdruck, Gewalt, Schmerzen, Konkurrenz, Selbstfindung, Macht, Mental Health und vieles mehr.
Leider endet das Buch – wie sollte es bei einer Dilogie auch anders sein – mit einem unangenehmen Cliffhanger, so dass ich es nun kaum noch abwarten kann, bis der zweite Band im Herbst diesen Jahres erscheint.