Projekt zum Glücklichsein

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anjulia Avatar

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Sebastian wurde von HappyHead ausgewählt. Einem experimentellen Mental-Health-Programm, das unglückliche Teenager zu einem erfüllten Leben verhelfen soll. Die Challenges, denen Seb sich stellen muss, führen ihn an seine psychischen und körperlichen Grenzen. Und bald stellt sich die Frage, ob es überhaupt ein Entkommen von HappyHead gibt.

Happy Head von Josh Silver ist ein spannender Jugendthriller der sich mit mentaler Gesundheit und psychologischen Experimenten dazu beschäftigt. Das Cover mit dem Smiley, der zu einem Totenkopf aufreißt, sowie die Beschreibung "Squid Game meets Am Ende sterben wir sowieso" hat meine Neugier an der Geschichte geweckt. Der Schreibstil ist packend und das Setting des HappyHead Programmes lässt einen leichten Schauer über den Rücken jagen. Durchgehend stellt sich die Frage, was das Ziel des Projektes ist und was mit den Jugendlichen geschieht, die scheitern. Die Geschichte wird aus Sicht des zurückhaltenden und eher sensiblen Seb erzählt, der sich gleich zu Beginn des Projektes von dem rebellischen Finn angezogen fühlt. Die Beziehung der beiden nimmt viel Platz im Buch ein, auch weil eine solche für die Leiter von HappyHead inakzeptabel ist. Die Challenges, an denen die Jugendlichen teilnehmen, sind zwar gefährlich und teilweise gesundheitsgefährdend, trotzdem handelt es sich nicht um tödliche Wettkämpfe im Sinne von Squid Games. Besonders spannend ist der Aspekt, dass man HappyHead nicht mehr verlassen kann. Die Intention der Projektleiter und die Challenges hätten für mich tatsächlich noch mehr im Vordergrund stehen dürfen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht vollständig genutzt wurde. Das Ende des Buches leitet praktisch schon die Fortsetzung ein, auf die ich sehr gespannt bin.