Spannend aber mit offenen Ende

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la_donna Avatar

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Das Cover in Kombination mit dem Buchschnitt ist sehr gelungen und passt hervorragend zur Geschichte. Es vermittelt schon optisch die Botschaft, dass hinter einer lächelnden Maske etwas Böses steckt.
Ein Experiment, das ein ernstes Thema aufgreift – den Umgang mit Druck und das Streben nach Perfektion. Gerade dieser Aspekt macht die Geschichte teilweise ziemlich bedrückend, aber auch sehr spannend.
Besonders gefallen hat mir, dass die Handlung immer wieder mit überraschenden Wendungen aufwartet. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte verstanden, worauf alles hinausläuft, kam noch einmal eine neue Enthüllung, die die Situation in einem völlig anderen Licht erscheinen ließ.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, sodass ich schnell durch das Buch gekommen bin. Der Protagonist wirkt stellenweise etwas seltsam, was ihn jedoch auch interessant macht und gut zur Atmosphäre der Geschichte passt.
Was mir allerdings nicht gefallen hat: Das Buch ist der erste Teil einer Dilogie. Das war für mich vorher nirgends ersichtlich. Ich bin von einem Stand-alone ausgegangen und war deshalb etwas enttäuscht, als die Geschichte mit einem völlig offenen Ende aufhört. Grundsätzlich ist eine Fortsetzung kein Problem – aber es wäre schön gewesen, wenn das vorher klar kommuniziert worden wäre.
Alles in allem ist das Buch stellenweise bedrückend, aber sehr spannend und absolut lesenswert. Trotz des offenen Endes kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.