Starke Idee, schwacher Start – mit starkem Finale
„Happy Head“ greift ein super interessantes und vor allem sehr aktuelles Thema auf: Mental Health. Gerade im Jugendbereich ist das unglaublich wichtig und relevant umgesetzt. Die Grundidee hinter dem Camp und dem Konzept von „Happy Head“ fand ich richtig stark – gesellschaftskritisch, modern und mit viel Potenzial.
Beworben wird das Buch ja unter anderem für Fans von Squid Game. Dieser Aspekt kam mir persönlich allerdings etwas zu kurz. Die bedrohliche, spielartige Dynamik, die man vielleicht erwartet, steht nicht so stark im Vordergrund wie gedacht. Vielleicht wird das im zweiten Band noch weiter ausgebaut – das Potenzial dafür ist auf jeden Fall da (und ich hoffe es sehr!).
Der Einstieg ist leider etwas langatmig. Man ahnt als Leser*in recht früh, worauf das Ganze hinauslaufen wird, doch bis es tatsächlich so weit ist, zieht sich die Handlung spürbar. Hier hätte ich mir etwas mehr Tempo oder überraschendere Entwicklungen gewünscht.
Ab dem letzten Drittel nimmt die Geschichte dann aber richtig Fahrt auf. Plötzlich wird es rasant, intensiv und es gibt einige unerwartete Wendungen, die das Buch nochmal deutlich spannender machen. Ab da konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.
Seb als Protagonist hat mir richtig gut gefallen. Seine innere Zerrissenheit, seine Zweifel und Gefühle werden sehr authentisch dargestellt. Man kann gut nachvollziehen, wie er emotional zwischen allem hin- und hergerissen ist. Besonders schön fand ich auch die sich langsam entwickelnde Gay-Lovestory zwischen ihm und Fin. Die Beziehung baut sich glaubwürdig auf und macht beim Lesen wirklich Spaß.
Fin ist dabei ein großartiger Gegenpol zu Seb – selbstbewusster, direkter, irgendwie klarer in seinen Entscheidungen. Die Dynamik zwischen den beiden funktioniert richtig gut.
Leider bleiben viele der Nebencharaktere eher blass. Vor allem zu Elenor konnte ich kaum eine Verbindung aufbauen, da sie für mich zu wenig Tiefe bekommen hat. Hier wurde einiges an Potenzial verschenkt.
Insgesamt ist „Happy Head“ ein solides Buch mit einer sehr starken Grundidee und wichtigen Themen, das aber auch einige Schwächen hat – besonders im Spannungsaufbau und bei den Nebenfiguren. Trotzdem macht es definitiv neugierig auf Band 2, weil die Welt und das Konzept noch viel Raum für Entwicklung bieten.
Beworben wird das Buch ja unter anderem für Fans von Squid Game. Dieser Aspekt kam mir persönlich allerdings etwas zu kurz. Die bedrohliche, spielartige Dynamik, die man vielleicht erwartet, steht nicht so stark im Vordergrund wie gedacht. Vielleicht wird das im zweiten Band noch weiter ausgebaut – das Potenzial dafür ist auf jeden Fall da (und ich hoffe es sehr!).
Der Einstieg ist leider etwas langatmig. Man ahnt als Leser*in recht früh, worauf das Ganze hinauslaufen wird, doch bis es tatsächlich so weit ist, zieht sich die Handlung spürbar. Hier hätte ich mir etwas mehr Tempo oder überraschendere Entwicklungen gewünscht.
Ab dem letzten Drittel nimmt die Geschichte dann aber richtig Fahrt auf. Plötzlich wird es rasant, intensiv und es gibt einige unerwartete Wendungen, die das Buch nochmal deutlich spannender machen. Ab da konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.
Seb als Protagonist hat mir richtig gut gefallen. Seine innere Zerrissenheit, seine Zweifel und Gefühle werden sehr authentisch dargestellt. Man kann gut nachvollziehen, wie er emotional zwischen allem hin- und hergerissen ist. Besonders schön fand ich auch die sich langsam entwickelnde Gay-Lovestory zwischen ihm und Fin. Die Beziehung baut sich glaubwürdig auf und macht beim Lesen wirklich Spaß.
Fin ist dabei ein großartiger Gegenpol zu Seb – selbstbewusster, direkter, irgendwie klarer in seinen Entscheidungen. Die Dynamik zwischen den beiden funktioniert richtig gut.
Leider bleiben viele der Nebencharaktere eher blass. Vor allem zu Elenor konnte ich kaum eine Verbindung aufbauen, da sie für mich zu wenig Tiefe bekommen hat. Hier wurde einiges an Potenzial verschenkt.
Insgesamt ist „Happy Head“ ein solides Buch mit einer sehr starken Grundidee und wichtigen Themen, das aber auch einige Schwächen hat – besonders im Spannungsaufbau und bei den Nebenfiguren. Trotzdem macht es definitiv neugierig auf Band 2, weil die Welt und das Konzept noch viel Raum für Entwicklung bieten.