Viel Potenzial
Happy Head bringt eigentlich alles mit, was ein spannendes Jugendbuch verspricht: ein aktuelles Thema, eine geheimnisvolle Ausgangssituation und ein Protagonist, der zu einem angeblichen Mental-Health-Programm eingeladen wird. Genau dieser Ansatz hat mich auch sofort neugierig gemacht, denn psychische Gesundheit ist gerade für Jugendliche ein wichtiges und relevantes Thema. Leider war das Leseerlebnis ein wenig enttäuschend.
Wir begleiten Sebastian, der an einem experimentellen Programm teilnehmen soll, das laut Klappentext seine mentale Gesundheit verbessern soll. Diese Idee klingt zunächst sehr vielversprechend – tatsächlich bleibt das Thema Mental Health im Verlauf der Handlung aber erstaunlich oberflächlich. Es wird immer wieder angedeutet, aber kaum wirklich vertieft oder konsequent verfolgt. Insgesamt hatte ich beim Lesen häufig das Gefühl, dass viele interessante Ideen nur angerissen werden, ohne dass sich das Buch für eine davon richtig entscheidet.
Die Geschichte erinnert stellenweise an verschiedene bekannte Vorbilder: ein bisschen Squid Game, ein bisschen 1984, dazu eben das Motiv eines psychologischen Experiments. Das Problem ist jedoch, dass keines dieser Elemente wirklich ausgearbeitet wird. Stattdessen dreht sich die Handlung lange im Kreis. Erst etwa ab Seite 120 wird es überhaupt etwas interessanter, und selbst eine spätere Wendung – ungefähr um Seite 300 herum – wirkt eher zufällig als sorgfältig aufgebaut und erzeugt leider kaum zusätzliche Spannung.
Ein Großteil der Handlung besteht aus täglichen „Challenges“, die Sebastian und seine Teammitglieder absolvieren müssen. Diese Aufgaben bleiben jedoch recht eindimensional und entwickeln weder echte Spannung noch größere psychologische Tiefe. Generell treiben häufig Zufälle die Handlung voran, statt dass sich Ereignisse logisch aus den Figuren oder der Situation ergeben. Dadurch fehlte mir die dramaturgische Konsequenz.
Umso mehr hat mich überrascht, wie euphorisch die Werbetexte und viele Stimmen zum Buch ausfallen. Von einer großen Dystopie oder spektakulären Wendungen würde ich persönlich nicht sprechen. Gleichzeitig lässt sich der Roman durchaus flüssig lesen: Die Sprache ist einfach gehalten, mit kurzen Sätzen, und eignet sich daher gut für ein jüngeres Publikum.
Am Ende bleibt für mich vor allem der Eindruck eines Buches mit sehr guten Ansätzen, das sein eigenes Potenzial aber nicht ausschöpft. Die Themen sind aktuell und interessant, werden jedoch zu wenig vertieft.
Daher vergebe ich – wohlwollend gemeint – drei von fünf Sternen.
Wir begleiten Sebastian, der an einem experimentellen Programm teilnehmen soll, das laut Klappentext seine mentale Gesundheit verbessern soll. Diese Idee klingt zunächst sehr vielversprechend – tatsächlich bleibt das Thema Mental Health im Verlauf der Handlung aber erstaunlich oberflächlich. Es wird immer wieder angedeutet, aber kaum wirklich vertieft oder konsequent verfolgt. Insgesamt hatte ich beim Lesen häufig das Gefühl, dass viele interessante Ideen nur angerissen werden, ohne dass sich das Buch für eine davon richtig entscheidet.
Die Geschichte erinnert stellenweise an verschiedene bekannte Vorbilder: ein bisschen Squid Game, ein bisschen 1984, dazu eben das Motiv eines psychologischen Experiments. Das Problem ist jedoch, dass keines dieser Elemente wirklich ausgearbeitet wird. Stattdessen dreht sich die Handlung lange im Kreis. Erst etwa ab Seite 120 wird es überhaupt etwas interessanter, und selbst eine spätere Wendung – ungefähr um Seite 300 herum – wirkt eher zufällig als sorgfältig aufgebaut und erzeugt leider kaum zusätzliche Spannung.
Ein Großteil der Handlung besteht aus täglichen „Challenges“, die Sebastian und seine Teammitglieder absolvieren müssen. Diese Aufgaben bleiben jedoch recht eindimensional und entwickeln weder echte Spannung noch größere psychologische Tiefe. Generell treiben häufig Zufälle die Handlung voran, statt dass sich Ereignisse logisch aus den Figuren oder der Situation ergeben. Dadurch fehlte mir die dramaturgische Konsequenz.
Umso mehr hat mich überrascht, wie euphorisch die Werbetexte und viele Stimmen zum Buch ausfallen. Von einer großen Dystopie oder spektakulären Wendungen würde ich persönlich nicht sprechen. Gleichzeitig lässt sich der Roman durchaus flüssig lesen: Die Sprache ist einfach gehalten, mit kurzen Sätzen, und eignet sich daher gut für ein jüngeres Publikum.
Am Ende bleibt für mich vor allem der Eindruck eines Buches mit sehr guten Ansätzen, das sein eigenes Potenzial aber nicht ausschöpft. Die Themen sind aktuell und interessant, werden jedoch zu wenig vertieft.
Daher vergebe ich – wohlwollend gemeint – drei von fünf Sternen.