Von 1 auf 100 in 412 Seiten

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19cici95 Avatar

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Mit einer Mischung aus Squid Game und Hunger Games wurde Happy Head beworben. Aber kann dieses Debüt diesen hohen Erwartungen gerecht werden? Nein – zumindest nicht ganz.

Seb ist einer von hundert Jugendlichen, die alle aus verschiedenen Gründen zu einem experimentellen Mental-Health-Programm eingeladen wurden. Allein diese Zusammenfassung des Klappentext reichte bei mir aus, dass ich mich blind für dieses Buch interessiert habe. Mit einer nervigen Schwester, einer gläubigen Mutter und einem Vater, der auch dabei ist, fahren die vier in die Anstalt, in der Seb die nächsten Wochen verbringen wird.

Dort trifft er nicht nur auf Leute, die komplett begeistert von Happy Head und deren überglücklichem Image sind, sondern auch auf Finn, dem die ganze Sache immer komischer vorkommt. Spätestens als klar wird, dass die täglichen Raumwechsel nichts mit der Anpassungsfähigkeit der Teenager zu tun haben, begeben sich Seb und Finn auf eine gefährliche Mission. Mit der auch die gutmütige Oma des Programms zusammenhängt.

Wer zwischen weirden Therapie-Traumreisen und Platzangst-Exposition noch auf ein bisschen Überleben im Wald steht, hat mit diesem Buch auf jeden Fall seinen Spaß. Ich kann sowohl aus Squid Game als auch aus den Hunger Games die Inspiration erkennen, doch die Geschichte ist leider auf keinen Fall so episch. Im noch erscheinenden zweiten Teil könnte es aber aufgrund des Endes dieses Buches noch hoch hergehen und den werde ich auf jeden Fall wieder lesen.
Allein schon wegen des tollen Covers, das wie ein Negativ des Covers von Happy Head daherkommt.
Obwohl es ein Jugendbuch ist, glaube ich, dass man auch als erwachsene Person viel Spaß mit der Geschichte haben kann. Denn das Thema ist wichtig und gut umgesetzt. Und mehr Queer-Repräsentation in Jugendbüchern ist immer gut.