Second-Chance-Romance mit kleinen Schwächen

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Worum geht’s?
Eine Beziehung wie die von Traumpaar Harriet und Wyn wünscht sich jeder – auch die beiden selbst, denn so gut wie sie auch zusammenpassen, liegt ihre heimlich Trennung schon ein halbes Jahr zurück. Um den Schein zu wahren, reisen sie trotzdem gemeinsam zum jährlichen Urlaub ihrer Freundesgruppe an – auch, wenn das alle Gefühle noch einmal durcheinander wirbeln kann.


Meine Meinung:
Second Chance ist bei richtiger Ausführung definitiv genau mein Fall, deswegen musste dieses Buch früher oder später einfach auf meiner Leseliste landen. Den Hype um das Buch und auch um die Autorin kann ich nach dem Lesen definitiv nachvollziehen, auch wenn es ein paar kleine Punkte gab, die mir doch ein Dorn im Auge waren.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal das Setting in Maine, welches sich in den letzten Jahren schon recht deutlich als eines meiner Lieblingssettings herauskristallisiert hat. Beim Lesen hatte ich relativ schnell ein richtiges Urlaubsfeeling und konnte mich daher auch sehr gut in die Geschichte hineinfühlen. Auch die Clique von Harriet und Wyn mochte ich sehr gerne, da sie trotz der Menge an Figuren vergleichsweise authentisch beschrieben wurden und ich nicht das Gefühl hatte, dass man sie auch alle aus dem Buch hätte streichen können.

Die Sprünge zwischen den beiden Erzählsträngen haben mich dann manchmal aus dem Konzept gebracht, wichtig für die Entwicklung der Geschichte waren sie aber trotzdem. Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten kam mir auf den ersten Blick zwar nicht ganz nachvollziehbar vor, mit der Zeit wollte ich die beiden aber einfach nur wirklich gerne ihr Happy End erleben sehen und habe die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung daher auch interessiert verfolgt.

Obwohl der Erzählstil für mich sehr angenehm zu lesen war, gab es außerdem hin und wieder doch ein paar Längen, die meiner Meinung nach nicht unbedingt hätten sein müssen. Auch beim Thema Kommunikation muss ich rückblickend leider wirklich ein wenig mit den Augen rollen, da ich insbesondere angesichts des Alters der Figuren doch ein wenig mehr erwartet hätte.

Schlussendlich bin ich zwar nicht enttäuscht von meinem Leseerlebnis, ein wenig Luft nach oben wäre bei dieser Geschichte aber sicherlich trotzdem noch gewesen. Ich persönlich finde das gar nicht schlimm, denn ich hatte definitiv eine angenehme Zeit beim Lesen und bin schon wirklich gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin, die ebenfalls noch auf meiner Leseliste stehen.


Fazit:
Für mich war dieses Buch auf jeden Fall eine gelungene Lektüre für den Spätsommer, die mich grundsätzlich gut unterhalten und trotz kleinerer Schwächen nicht gelangweilt hat. Die Autorin werde ich daher zurecht im Auge behalten, insbesondere da ich den Hype um sie und ihre Bücher bisher nicht überzogen finde.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.