Blass
Hazel sagt Nein erzählt die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich gegen einen schweren Machtmissbrauch stellt. Nachdem der Direktor ihrer Schule Hazel gezielt als Opfer seiner sexuellen Übergriffe auswählt und diese sogar offen und unverhohlen formuliert, trifft sie eine klare Entscheidung: Sie sagt Nein. Dieses Nein ist stark, wichtig und notwendig – und bildet den zentralen Kern des Buches.
Trotz der großen Dramatik und der Schwere des Themas bleibt Hazel als Hauptfigur jedoch überraschend blass. Als Leserin hätte man sich gewünscht, ihr näherzukommen, ihre Gedanken, Ängste und inneren Kämpfe intensiver mitzuerleben. Stattdessen entsteht oft der Eindruck, dass Hazel eher eine Mitspielerin als der emotionale Mittelpunkt der Geschichte ist.
Auffällig ist auch, dass sich die Erzählung immer wieder stark auf die Eltern und den Bruder konzentriert. Ihre Gefühle, Reaktionen und Perspektiven nehmen viel Raum ein, während Hazels eigene innere Welt vergleichsweise wenig Beachtung findet. Dadurch verschiebt sich der Fokus der Geschichte: Hazel, um die es eigentlich gehen sollte, rückt für die Lesenden beinahe in den Hintergrund, was besonders bei einem so sensiblen und wichtigen Thema schade ist.
Gänsehautmomente bleiben größtenteils aus. Der Schreibstil wirkt häufig sachlich und distanziert, fast nüchtern, wodurch die emotionale Wucht der Thematik nicht voll zur Entfaltung kommt. Gerade hier hätte man sich mehr Tiefe, mehr Gefühl und mehr Nachdruck gewünscht, um die Bedeutung von Hazels Nein noch stärker spürbar zu machen.
So bleibt am Ende der Eindruck einer wichtigen Geschichte mit einem starken Ansatz, die jedoch ihr emotionales Potenzial nicht vollständig ausschöpft. Das Thema verdient große Aufmerksamkeit – und hätte durch eine intensivere Nähe zur Hauptfigur noch eindringlicher und berührender erzählt werden können.
Trotz der großen Dramatik und der Schwere des Themas bleibt Hazel als Hauptfigur jedoch überraschend blass. Als Leserin hätte man sich gewünscht, ihr näherzukommen, ihre Gedanken, Ängste und inneren Kämpfe intensiver mitzuerleben. Stattdessen entsteht oft der Eindruck, dass Hazel eher eine Mitspielerin als der emotionale Mittelpunkt der Geschichte ist.
Auffällig ist auch, dass sich die Erzählung immer wieder stark auf die Eltern und den Bruder konzentriert. Ihre Gefühle, Reaktionen und Perspektiven nehmen viel Raum ein, während Hazels eigene innere Welt vergleichsweise wenig Beachtung findet. Dadurch verschiebt sich der Fokus der Geschichte: Hazel, um die es eigentlich gehen sollte, rückt für die Lesenden beinahe in den Hintergrund, was besonders bei einem so sensiblen und wichtigen Thema schade ist.
Gänsehautmomente bleiben größtenteils aus. Der Schreibstil wirkt häufig sachlich und distanziert, fast nüchtern, wodurch die emotionale Wucht der Thematik nicht voll zur Entfaltung kommt. Gerade hier hätte man sich mehr Tiefe, mehr Gefühl und mehr Nachdruck gewünscht, um die Bedeutung von Hazels Nein noch stärker spürbar zu machen.
So bleibt am Ende der Eindruck einer wichtigen Geschichte mit einem starken Ansatz, die jedoch ihr emotionales Potenzial nicht vollständig ausschöpft. Das Thema verdient große Aufmerksamkeit – und hätte durch eine intensivere Nähe zur Hauptfigur noch eindringlicher und berührender erzählt werden können.