Cooler Roman, thematisch für mich nicht ganz rund
Ich fand das Buch direkt super interessant und thematisch ansprechend und wollte es unbedingt lesen. Gleich zu Beginn war ich positiv überrascht, dass hier nicht nur Hazel Sicht auf die Situation beleuchtet wird, sondern die gesamte Familie, ihre Gedanken und Emotionen muteinbezogen werden. Das fand ich vom Konzept her super stark.
Vor allem Hazel Bruder fand ich auch super nahbar. Bei den Eltern habe ich immer sehr geschwankt, wie nachvollziehbar ich ihre Motiven und Handlungsweisen fand. Man merkt schon, dass sie Hazel bedingungslos glauben und sie vor allem schützen wollen, aber da schwang immer auch Eigennutz und ein Stück weit Egoismus mit.
Dass die „Gegenseite“ quasi gar nicht zu Wort kommt, weder der Direktor selbst noch seine Fürsprecher, fand ich einerseits gut, weil den Tätern hier keine Stimme gegeben wird, gleichzeitig wird das ganze aber so aufgebauscht, dass ich schon gerne diejenigen, die Hazel verunglimpfen und ihre Familie schikanieren, gesehen und gehört hätte. Einfach um Tätern ein Gesicht zu geben- hier verschwimmen sie eher in der Anonymität der Situation und Masse.
Das Buch ist generell ein bisschen überladen mit Themen, hier geht es nicht nur um Belästigung, Schikane, Mobbing und die Konsequenzen all dessen, hier geht es außerdem um Antisemitismus, um Cancel Culture und die Übernahme des Narrative durch andere. Dadurch, dass hier derartig viel angeschnitten wird, bleibt alles ziemlich oberflächlich und auch zum Ende des Buches blieben für mich einige Themen/ Fragen ungeklärt.
Ich war überrascht, wie fast schon positiv verklärt das Ende des Buches anmutet und sich für die Familie alles auf fast schon wundersame Art zu fügen scheint.
Ich habe das Buch ingesamt gerne gelesen und bin auch gut in die Handlung rein und durch die Kapitel gekommen, hätte mir nur mehr Fokus auf das Kernthema gewünscht. Trotzdem eine Geschichte, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
Vor allem Hazel Bruder fand ich auch super nahbar. Bei den Eltern habe ich immer sehr geschwankt, wie nachvollziehbar ich ihre Motiven und Handlungsweisen fand. Man merkt schon, dass sie Hazel bedingungslos glauben und sie vor allem schützen wollen, aber da schwang immer auch Eigennutz und ein Stück weit Egoismus mit.
Dass die „Gegenseite“ quasi gar nicht zu Wort kommt, weder der Direktor selbst noch seine Fürsprecher, fand ich einerseits gut, weil den Tätern hier keine Stimme gegeben wird, gleichzeitig wird das ganze aber so aufgebauscht, dass ich schon gerne diejenigen, die Hazel verunglimpfen und ihre Familie schikanieren, gesehen und gehört hätte. Einfach um Tätern ein Gesicht zu geben- hier verschwimmen sie eher in der Anonymität der Situation und Masse.
Das Buch ist generell ein bisschen überladen mit Themen, hier geht es nicht nur um Belästigung, Schikane, Mobbing und die Konsequenzen all dessen, hier geht es außerdem um Antisemitismus, um Cancel Culture und die Übernahme des Narrative durch andere. Dadurch, dass hier derartig viel angeschnitten wird, bleibt alles ziemlich oberflächlich und auch zum Ende des Buches blieben für mich einige Themen/ Fragen ungeklärt.
Ich war überrascht, wie fast schon positiv verklärt das Ende des Buches anmutet und sich für die Familie alles auf fast schon wundersame Art zu fügen scheint.
Ich habe das Buch ingesamt gerne gelesen und bin auch gut in die Handlung rein und durch die Kapitel gekommen, hätte mir nur mehr Fokus auf das Kernthema gewünscht. Trotzdem eine Geschichte, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt.