ein NEIN mit Konsequenzen
Der Roman behandelt ein brisantes, aktuelles und enorm wichtiges Thema, rund um den Machtmissbrauch eines Schuldirektors gegenüber einer Schülerin, eingebettet in eine MeToo-Diskussion aus der Sicht eines Familien- und Gesellschaftsromans. Zu Beginn bekommen wir als Leser*innen einen Einblick in das Familienleben von Gus, Claire, Hazel und Wolf, die von der Stadt in eine Kleinstadt in Maine ziehen. Im Sommer überwiegen noch die Vorteile, die günstigen Wohnkosten, aber schon am ersten Schultag wird Hazel in das Büro des Direktors gerufen, der ihr ein unangebrachtes, sexuelles Angebot macht. Hazel reagiert überrascht, aber dennoch entschieden und deutlich mit einem Nein. Von da an wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die die gesamte Familie betrifft.
Gut gelungen finde ich, dass die einzelnen Familienmitglieder auch zu Wort kommen und ihre Perspektive geschildert wird. Vor allem Hazels Bruder Wolf ist selbst stark von den Veränderungen betroffen, indem er nicht mehr im Theaterstück mitspielen darf, indem sich das gesamte Familienleben um Hazel dreht und er weniger Aufmerksamkeit bekommt, keine Freunde findet und auf andere Weise versuchen muss, sich zu behaupten. Gerade nachdem er es aufgrund seiner Erkrankung gewohnt war, vermehrte Aufmerksamkeit und Fürsorge von den Eltern zu erhalten, ist das eine enorme Umstellung.
Der Umgang von Hazels Eltern von der Anzeige des Schulleiters und daraufhin mit den Bedrohungen und dem Gang an die Öffentlichkeit von Hazel, finde ich kontrovers. Auf der einen Seite möchten sie Hazel unterstützen, auf der anderen Seite wissen sie nicht genau wie und dann wiederum sind sie mit sich selbst beschäftigt. Es gibt keine gerade Linie oder kein Konzept dahinter. Natürlich ist Hazel 18 Jahre alt und kann viele Entscheidungen selbst treffen, aber gerade im Umgang mit den Medien oder dem Buchverlag hätten sie mehr unterstützen können.
Die Dynamik, die sich aufgrund des Zeitungsartikels und in Folge mit dem Medienrummel entwickelt, finde ich übertrieben und nicht realistisch dargestellt, vor allem in dieser kurzen Zeitfolge. Gut finde ich, dass sich auch weitere Betroffene zu Wort gemeldet haben und dass Hazel den Anstoß dazu gegeben hat, indem sie ihre Situation öffentlich bloßgelegt hat.
Insgesamt hätte ich mir allerdings mehr Tiefe beim eigentlichen Themenschwerpunkt gewünscht, dies wurde durch die Nebenhandlungen manchmal erschwert oder sogar vom eigentlichen Anliegen abgelenkt. Im Endeffekt muss nun jede/r einen eigenen Weg des Umganges finden und versuchen in weiterer Folge mit den Konsequenzen klarzukommen. Hazel hat in der Situation richtig gehandelt und Mut bewiesen, ihr Schicksal mit andern zu teilen und Bewusstsein zu schaffen.
Gut gelungen finde ich, dass die einzelnen Familienmitglieder auch zu Wort kommen und ihre Perspektive geschildert wird. Vor allem Hazels Bruder Wolf ist selbst stark von den Veränderungen betroffen, indem er nicht mehr im Theaterstück mitspielen darf, indem sich das gesamte Familienleben um Hazel dreht und er weniger Aufmerksamkeit bekommt, keine Freunde findet und auf andere Weise versuchen muss, sich zu behaupten. Gerade nachdem er es aufgrund seiner Erkrankung gewohnt war, vermehrte Aufmerksamkeit und Fürsorge von den Eltern zu erhalten, ist das eine enorme Umstellung.
Der Umgang von Hazels Eltern von der Anzeige des Schulleiters und daraufhin mit den Bedrohungen und dem Gang an die Öffentlichkeit von Hazel, finde ich kontrovers. Auf der einen Seite möchten sie Hazel unterstützen, auf der anderen Seite wissen sie nicht genau wie und dann wiederum sind sie mit sich selbst beschäftigt. Es gibt keine gerade Linie oder kein Konzept dahinter. Natürlich ist Hazel 18 Jahre alt und kann viele Entscheidungen selbst treffen, aber gerade im Umgang mit den Medien oder dem Buchverlag hätten sie mehr unterstützen können.
Die Dynamik, die sich aufgrund des Zeitungsartikels und in Folge mit dem Medienrummel entwickelt, finde ich übertrieben und nicht realistisch dargestellt, vor allem in dieser kurzen Zeitfolge. Gut finde ich, dass sich auch weitere Betroffene zu Wort gemeldet haben und dass Hazel den Anstoß dazu gegeben hat, indem sie ihre Situation öffentlich bloßgelegt hat.
Insgesamt hätte ich mir allerdings mehr Tiefe beim eigentlichen Themenschwerpunkt gewünscht, dies wurde durch die Nebenhandlungen manchmal erschwert oder sogar vom eigentlichen Anliegen abgelenkt. Im Endeffekt muss nun jede/r einen eigenen Weg des Umganges finden und versuchen in weiterer Folge mit den Konsequenzen klarzukommen. Hazel hat in der Situation richtig gehandelt und Mut bewiesen, ihr Schicksal mit andern zu teilen und Bewusstsein zu schaffen.