Ein Nein - und seine Konsequenzen
“Hazel sagt Nein“ ist ein wichtiger literarischer Betrag zum Thema sexueller Missbrauch und Machtmissbrauch und ist besonders in Zeiten von MeToo und dem Epstein Skandal ein Titel, der von vielen gelesen werden sollte.
Schon die Ausgangssituation ist so unangenehm realistisch, dass man direkt merkt, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Hazel sagt nein und genau dieses Nein zieht Konsequenzen nach sich, die viel größer sind, als man (und auch sie) es vielleicht erwarten würde.
Gerade die erste Hälfte des Buchs war für mich schwer auszuhalten, weil sie so nah an der Realität ist. Dieses Gefühl von Ohnmacht, von Ungerechtigkeit, von „eigentlich ist doch nichts passiert und trotzdem ist alles anders“ zieht sich durch viele Szenen. Ich war beim Lesen oft wütend und zugleich sprachlos, weil man so gut nachvollziehen kann, wie es Hazel und ihrer Familie geht.
Was ich besonders stark fand, ist der Fokus der Geschichte. Es geht hier nicht darum, dem Täter Raum zu geben oder ihn in den Mittelpunkt zu stellen. Stattdessen bleibt die Perspektive bei Hazel und ihrer Familie. Gerade dieser Blick auf die unterschiedlichen Reaktionen innerhalb der Familie hat der Geschichte viel Tiefe gegeben. Man versteht, wie unterschiedlich Menschen mit so einer Situation umgehen und wie sehr es alle betrifft, auch wenn sie nicht direkt im Mittelpunkt stehen. An einigen Stellen haben mich aber die vielen POVs etwas von der Grundgeschichte abgelenkt, wodurch es sich manchmal etwas gezogen hat.
Ohne zu beschönigen, zeigt das Buch, dass es Wege gibt, sich wieder Handlungsspielraum zurückzuholen und wie wichtig es ist, für seine Grenzen einzustehen, auch wenn die Gesellschaft es einem nicht leicht macht.
Insgesamt ist das kein leichtes Buch, aber ein sehr wichtiges in der heutigen Zeit. Es regt zum Nachdenken an und ist definitiv eines, über das man sprechen möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich auch gut für einen Buchclub eignet.
Schon die Ausgangssituation ist so unangenehm realistisch, dass man direkt merkt, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Hazel sagt nein und genau dieses Nein zieht Konsequenzen nach sich, die viel größer sind, als man (und auch sie) es vielleicht erwarten würde.
Gerade die erste Hälfte des Buchs war für mich schwer auszuhalten, weil sie so nah an der Realität ist. Dieses Gefühl von Ohnmacht, von Ungerechtigkeit, von „eigentlich ist doch nichts passiert und trotzdem ist alles anders“ zieht sich durch viele Szenen. Ich war beim Lesen oft wütend und zugleich sprachlos, weil man so gut nachvollziehen kann, wie es Hazel und ihrer Familie geht.
Was ich besonders stark fand, ist der Fokus der Geschichte. Es geht hier nicht darum, dem Täter Raum zu geben oder ihn in den Mittelpunkt zu stellen. Stattdessen bleibt die Perspektive bei Hazel und ihrer Familie. Gerade dieser Blick auf die unterschiedlichen Reaktionen innerhalb der Familie hat der Geschichte viel Tiefe gegeben. Man versteht, wie unterschiedlich Menschen mit so einer Situation umgehen und wie sehr es alle betrifft, auch wenn sie nicht direkt im Mittelpunkt stehen. An einigen Stellen haben mich aber die vielen POVs etwas von der Grundgeschichte abgelenkt, wodurch es sich manchmal etwas gezogen hat.
Ohne zu beschönigen, zeigt das Buch, dass es Wege gibt, sich wieder Handlungsspielraum zurückzuholen und wie wichtig es ist, für seine Grenzen einzustehen, auch wenn die Gesellschaft es einem nicht leicht macht.
Insgesamt ist das kein leichtes Buch, aber ein sehr wichtiges in der heutigen Zeit. Es regt zum Nachdenken an und ist definitiv eines, über das man sprechen möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich auch gut für einen Buchclub eignet.