Jahres-Highlight!

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
saskian Avatar

Von

Die 18 -jährige Hazel zieht gemeinsam mit ihrer Familie von New York in die Kleinstadt Riverburg. Hauptgrund ist die Professur, welche ihrem Vater dort am College angeboten wird - darauf hat er schon seit Jahren gewartet. Hazel muss daher ihr Abschlussjahr an einer neuen Highschool absolvieren. Zusätzlich zur eh schon großen Umstellung wird sie direkt am ersten Tag vom Direktor in sein Büro gerufen. Ohne allzu große Umschweife eröffnet er ihr, dass er sich jedes Schuljahr eine andere Schülerin auswählt, mit der er im jeweiligen Jahr Sex haben möchte. Hazel verfällt zunächst in Schockstarre, beweist dann jedoch den Mut und sagt "Nein". Zuhause offenbart sie sich nach längerem Zögern sogar ihren Eltern, welche den Vorfall direkt melden wollen. Die darauffolgenden Ereignisse erinnern an Domino-Steine, welche nach dem ersten Schwung nicht mehr zu bremsen sind. Denn der Direktor von Hazels Highschool ist sehr beliebt in Riverburg, sodass viele der Einwohner auf seiner Seite stehen und das junge, zugezogene Mädchen als Unruhestifterin sehen. Doch nicht nur für Hazel verändert sich auf einmal viel: auch ihre Eltern und ihr kleiner Bruder haben mit mehr Folgen zu kämpfen als geahnt…

 

Mir fiel der Einstieg in den Roman von Jessica Berger Gross direkt sehr leicht. Sie hat einen sehr bildlichen und zugleich tief in die Charakter und Gefühlswelten der Figuren eindringenden Schreibstil. Super gefiel mir auch, dass man nicht ausschließlich viel über Hazel und ihre Gefühle erfährt, sondern zu allen Familienmitgliedern. Dies unterstreicht nochmal besonders, was für enorme und vielfältige Auswirkungen die Ablehnung und die Öffentlichmachung des unmoralischen Angebotes des Direktors hat. Mein Lieblingscharakter war definitiv Hazels kleiner Bruder Wolf. Er legt innerhalb des Romans eine in meinen Augen unglaubliche Entwicklung hin und ich konnte verschiedenste Emotionen, von großer Freude bis tiefem Schmerz und Zerrissenheit, mit ihm mitfühlen. Hazel selbst ist natürlich ebenfalls eine sehr starke Protagonistin, welche für sich aber insbesondere auch für ihre Familie aber auch ihr Umfeld einsteht.

 

Ich empfehle das Buch in jedem Fall weiter und würde es sogar zu meinen Lese-Highlights 2025 zählen.