Faden verloren

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
tanzimregen Avatar

Von

In dem Buch von Berger Gross geht es um Hazel, ein Mädchen im Abschlussjahr, dass von ihrem Schuldirektor sexuell belästigt. Doch Hazel sagt „Nein!“ und damit beginnt die Achterbahnfahrt der Gefühle und der Geschichte selbst. Hazel ist fortan hin- und hergerissen zwischen Depression und dem unbedingten Willen einfach so weiterzumachen, wie bisher. Doch wird sie so die Zulassung zum College ihrer Träume bekommen?
Das Lesen fiel mir zunächst schwer, dann ging es jedoch ganz flüssig voran. Eine brandaktuelle Geschichte, die erzählt gehört, um darauf aufmerksam zu machen. Auch Hazels Umgang damit und die Zerissenheit, die Frage nach der Schuld sind einleuchtend.
Was mich hingegen gestört hat, ist, dass so vieles nur angerissen wird: der Bruder mit ADHS, die Mutter in der Midlifecrisis, der Vater in die Falle der politischen Inkorrektheit getappt. Geht es nun um Hazel und die Auswirkungen ihres „Neins“? Oder geht es um die Entwicklung der Familie nach einem solchen Erlebnis eines der Mitglieder? Auf einmal geht Hazel jeden Morgen laufen und es wird ein paar Mal erwähnt, dann spielt es auf einmal keine Rolle mehr…
Mir war das leider alles zu schwammig und nicht stimmig genug. Von mir leider keine Leseempfehlung.