Nein ist ein vollständiger Satz
Direkt auf den ersten Seiten schafft dieses Buch einen erschreckenden Auftackt, der roh und offensiv ist, die Leser:innen gleich ins Geschehen werfen. Wo das Buch am Anfang sehr intensiv für mich war, war der Rest eher in Watte gepackt. Ich fand es sehr erschreckend und eindrücklich, wie präsentiert wurde wie solche MeToo-Fälle die Meinungen spalten und wie sich Dynamiken daraus weiterentwicklen. Außerdem wird hier sehr gut gezeigt, welche Rhetorik in solchen Fällen verwendet wird, um die eigenen Punkte zu stabilisieren. Schön fand ich, wie hier der Mann nicht in den Mittelpunkt der Handlung gerückt wurde, denn es geht nicht um die Täter, sondern um die Opfer.
Hier kommt mein ABER: Nach den ersten Schock-Seiten konnte mich das Buch emotional irgendwie nicht tief berühren - und das trotz des Themas. Das lag für mich hauptsächlich daran, dass ich das Gefühl hatte dass der Schreibstil eher analytisch ist - alle Charaktere haben sehr klar struktrierte und ausformulierte Gedanken. Die Geschichte und die Gefühle der Charaktere waren mir zu glatt, zu korrekt und übererklärend und haben Gefühle nicht zugelassen. Gerade bei einem solchen Thema hat mir hier die Messyness, die vielleicht auch irrationalen Gefühle gefehlt. Es kann natürlich sein, dass das Absicht war, damit die eigenen Emotionen der Leser:innen Platz haben aber für mich hat das emotional nicht funktioniert.
Auch der Schreibstil hat mich nicht ganz abgeholt, er war nichts wirklich besonderes, vielleicht wollte die Autorin aber auch einfach jeder ihrer Figuren eine eigene Stimme geben. Das hat für mich nur halb funktioniert. Zudem fand ich die Erzählgeschwindigkeit manchmal nicht ganz passend, am Anfang passierte alles sehr schnell, am Ende zieht es sich fast ein bisschen und dazwischen hat man manchmal das Gefühl, man hat etwas verpasst.
Grundsätzlich ein Buch für eher jüngere Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben und einen Eintrittspunkt brauchen für heftigere Bücher wie "Meine dunkle Vanessa" und "Komplizin".
Hier kommt mein ABER: Nach den ersten Schock-Seiten konnte mich das Buch emotional irgendwie nicht tief berühren - und das trotz des Themas. Das lag für mich hauptsächlich daran, dass ich das Gefühl hatte dass der Schreibstil eher analytisch ist - alle Charaktere haben sehr klar struktrierte und ausformulierte Gedanken. Die Geschichte und die Gefühle der Charaktere waren mir zu glatt, zu korrekt und übererklärend und haben Gefühle nicht zugelassen. Gerade bei einem solchen Thema hat mir hier die Messyness, die vielleicht auch irrationalen Gefühle gefehlt. Es kann natürlich sein, dass das Absicht war, damit die eigenen Emotionen der Leser:innen Platz haben aber für mich hat das emotional nicht funktioniert.
Auch der Schreibstil hat mich nicht ganz abgeholt, er war nichts wirklich besonderes, vielleicht wollte die Autorin aber auch einfach jeder ihrer Figuren eine eigene Stimme geben. Das hat für mich nur halb funktioniert. Zudem fand ich die Erzählgeschwindigkeit manchmal nicht ganz passend, am Anfang passierte alles sehr schnell, am Ende zieht es sich fast ein bisschen und dazwischen hat man manchmal das Gefühl, man hat etwas verpasst.
Grundsätzlich ein Buch für eher jüngere Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben und einen Eintrittspunkt brauchen für heftigere Bücher wie "Meine dunkle Vanessa" und "Komplizin".