Selbstbestimmt
Hazel Blum zieht mit ihren Eltern Gus und Claire, sowie ihrem Bruder Wolf von Brooklyn nach Riverburg, da Gus dort als Professor eine Stelle bekommen hat. Die Kinder müssen daher die Schule wechseln und gleich am ersten Schultag wird Hazel zum Direktor gerufen. Dort erwartet sie ein unglaubliches, unmoralisches Angebot. Der Direktor bietet ihr ein Empfehlungsschreiben an, wenn sie ihm in ihrem letzten Schuljahr sexuell zur Verfügung steht. Hazel sagt selbstbestimmt sofort Nein. Doch das löst ungeahnte Folgen aus. Die Geschichte dreht sich nicht alleine um Hazel, sondern beleuchtet auch die Folgen für die anderen Familienmitglieder. Das wurde sehr schlüssig erzählt. Man erfährt durch die wechselnden Sichtweisen, was die jeweiligen Familienmitglieder nach dem Vorfall erleben und wie sich das auf das beschauliche Riverburg auswirkt. Teilweise fand ich Claire als Mutter etwas eigenartig und auch Vater Gus war irgendwie mit sich selbst beschäftigt. Der Verlauf der Geschichte hat sich anders gestaltet als ich erwartet habe, aber zum Ende hin fand ich die Entwicklungen sehr interessant. Die Autorin hat sehr viele wichtige Themen angeschnitten, so dass die Geschichte sehr amerikanisch wirkt, aber nicht alles ausführlich behandelt werden konnte. An einigen Stellen wäre da vielleicht weniger mehr gewesen. Das Buch war aber sehr angenehm zu lesen, da es abwechslungsreich gestaltet ist.