Viel gewollt
Als Hazel von ihrem Schuldirektor zum Sex gedrängt wird, weiß sie nicht, was sie tun soll. Es über sich ergehen oder laut werden. Doch wird man ihr überhaupt glauben?
Dieses Buch vereint sensible Themen miteinander. So ist es der Autorin gelungen, das Machtgefälle von einer Schülerin zum Direktor authentisch darzustellen. Dazu gehört auch der Einfluss, den der Direktor auf die Bürger hat. Es wird gezeigt, wie sehr Hazel um die Anerkennung ihrer Wahrheit kämpft und dieser Kampf beginnt bereits bei ihrer Familie, denn jeder hat eine andere Vorstellung davon, mit dem Geschehenen umzugehen.
Der Versuch des richtigen Handelns lässt sich durch die wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder nachvollziehen und regt den Leser dazu an, selbst zu überlegen, wie man in einer Situation richtig damit umgehen kann.
Jedoch bleibt es nicht bei der Thematisierung des Machtgefälles und der MeToo- Bewegung. Auch Feminismus und Antisemitismus wurden versucht in dem Roman unterzubringen, was für mich zu viel gewollt war. Wahrscheinlich erschien es der Autorin wichtig, diese Themen anzusprechen, jedoch konnte durch diese Quantität dann nicht mehr in die Tiefe gegangen werden.
Dadurch, dass der Schreibstil sehr einfach gehalten ist, aber die Grundgedanken gesellschaftliche Strukturen hinterfragen, würde ich den Roman allen Interessierten empfehlen. Man darf nur nicht erwarten, dass in unter 400 Seiten alles in aller Tiefe behandelt wird.
Dieses Buch vereint sensible Themen miteinander. So ist es der Autorin gelungen, das Machtgefälle von einer Schülerin zum Direktor authentisch darzustellen. Dazu gehört auch der Einfluss, den der Direktor auf die Bürger hat. Es wird gezeigt, wie sehr Hazel um die Anerkennung ihrer Wahrheit kämpft und dieser Kampf beginnt bereits bei ihrer Familie, denn jeder hat eine andere Vorstellung davon, mit dem Geschehenen umzugehen.
Der Versuch des richtigen Handelns lässt sich durch die wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder nachvollziehen und regt den Leser dazu an, selbst zu überlegen, wie man in einer Situation richtig damit umgehen kann.
Jedoch bleibt es nicht bei der Thematisierung des Machtgefälles und der MeToo- Bewegung. Auch Feminismus und Antisemitismus wurden versucht in dem Roman unterzubringen, was für mich zu viel gewollt war. Wahrscheinlich erschien es der Autorin wichtig, diese Themen anzusprechen, jedoch konnte durch diese Quantität dann nicht mehr in die Tiefe gegangen werden.
Dadurch, dass der Schreibstil sehr einfach gehalten ist, aber die Grundgedanken gesellschaftliche Strukturen hinterfragen, würde ich den Roman allen Interessierten empfehlen. Man darf nur nicht erwarten, dass in unter 400 Seiten alles in aller Tiefe behandelt wird.