Wenn die Sprache nicht mithalten kann

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blaetterwerke Avatar

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Die Geschichte hat mich direkt interessiert, weil ich vergleichbares noch nicht gelesen habe. Die Folgen von Hazels "Nein" werden aus ihrer Perspektive, die ihrer Eltern und die ihres kleinen Bruders geschildert. Insgesamt hat mir diese Erzählperspektive gut gefallen. Allerdings hat zum Ende Hazel Perspektive stark überwogen, sodass es nicht mehr so ausgeglichen war.
Die Story ist sehr gut und realistisch umgesetzt. Meiner Meinung nach konnte allerdings die Sprache nicht mithalten. Erzählerisch gab es meiner Meinung nach ein paar Lücken. Teilweise im zeitlichen Ablauf aber auch einfach vom Stil. Zudem waren in der deutschen Übersetzung einige Übersetzungs Fehler. Klar kann das immer mal passieren. Aber hier war es schon extrem. Die Cancel-Story um den Vater rum finde ich, hätte es nicht gebraucht. Auch die ADS Diagnose von Hazels kleinem Bruder finde ich nicht gut umgesetzt. Die "Symptome" passen nicht wirklich zu ADS, obwohl dies explizit an einer Stelle genannt wird. Ich finde, wenn man sich so einer Thematik annimmt dann sollte es auch realistisch und gut recherchiert sein.
Insgesamt also eine interessante Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Mich aber aufgrund der Sprache nicht richtig fesseln konnte.