Wer schenkt wem Glauben

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hummelfreu2703 Avatar

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Die 384 Seiten von "Hazel sagt Nein" hatte ich in relativ kurzer Zeit durch, obwohl ich öfters zwischen den Kapiteln eine Pause gebraucht habe.
In der Geschichte kommt es nach wenigen Seiten schon zum allumfassenden Punkt, bei dem Hazels Schulrektor seine Macht missbraucht um Hazel zu Sex zu zwingen.
Hazel ist entschlossen und verwehrt dies, die Folgen sind gnadenlos und heftig.
Wer schenkt wem glauben, die Gesellschaft ist beeinflussbar und schonungslos.
Nicht nur Hazel leidet, auch ihre Familie und die Familie des Täters.
Der Schreibstil der Autorin, Jessica Berger Gross hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt direkt und detaillreich.
Die Charaktere sind mit Makel und Fehlern behaftet und somit für mich authentisch und echt dargestellt.
Das Buchcover zeigt ein typisch amerikanisches Holzhaus. Es sieht ländlich, friedlich und idyllisch aus. Doch der Schein trügt.
Für mich war das Buch eine spannendes und aufrichtiges Buch über ein Thema, über das noch viel zu wenig gesprochen wird. Der Machtmissbrauch von eliteren Männern auf Frauen.