Wichtiges Thema, aber zu amerikanisch umgesetzt
Bei dem Buch handelt es sich um einen Roman, der sich mutig und eindringlich einem hochaktuellen Thema widmet: Machtmissbrauch, sexuelle Gewalt und die Frage, welche gesellschaftlichen Erschütterungen ein einziges Nein auslösen kann. Hazel ist keine Heldin im klassischen Sinn, sondern eine junge Frau, die trotz Angst und Unsicherheit Haltung zeigt. Dies wirkte auf mich allerdings nicht immer authentisch und altersgerecht, sondern vielmehr zu abgeklärt. Die Idee des Romans gefällt mir sehr gut und anfangs - im Rahmen der Leseprobe - konnte mich das Buch auch inhaltlich komplett abholen. Insbesondere dass Hazel sich direkt nach dem Vorfall ihrer Mutter anvertraut hat und es kein ewiges Rätseln der Eltern gab, was Hazel beschäftigt, hat mich überzeugt. Neben Hazels Erleben werden auch die Auswirkungen auf ihre Eltern und ihr Umfeld beleuchtet.
Teilweise ist mir der Roman zu "leicht" erzählt, es wird nicht immer die literarische Tiefe erreicht, die das Thema verdient. Das ist mir auch schon bei anderen amerikanischen Romanen aufgefallen. Die Figuren sind nicht so nahbar, was mir insgesamt zu oberflächlich ist.
Teilweise ist mir der Roman zu "leicht" erzählt, es wird nicht immer die literarische Tiefe erreicht, die das Thema verdient. Das ist mir auch schon bei anderen amerikanischen Romanen aufgefallen. Die Figuren sind nicht so nahbar, was mir insgesamt zu oberflächlich ist.