Keine Tiefe führt zu Abbruch

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athene1989 Avatar

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„Heart of Night and Fire“ ist der erste Teil der „Das Nachtfeuer-Quartet“t-Reihe von Nisha J. Tuli. Für mich ist es das zweite Buch der Autorin, denn ich habe Trial of the Sun Queen gelesen, musste es aber abbrechen, weil ich damit nicht warm wurde. Nun habe ich gedacht ich gebe der Autorin mit dieser Reihe noch einmal eine Chance, aber wieder kam ich mit dem Buch nicht klar und habe es nach einem Drittel abbrechen müssen. Dabei klang der Klapptext echt spannend, denn Zarya wird ihr Lebenlang in einer Hütte in einem Sumpf gefangen gehalten. Als sie entkommen kann, lernt sie den Kommadanten Vikram kennen und gelangt somit in eine Stadt, die dem Untergang geweiht ist. Sie schließt sich den Kämpfern der Stadt an, die aber niemals ihr Geheimnis erfahren dürfen, denn Zarya kann Magie wirken.
Der original Klapptext klngt ein wenig anders und viel von dem, was dort stand, kam in meinem Abschnitt noch nicht vor. Es gab bisher nur Zaryas Flucht, wie sie auf Vikram getroffen ist und in die Stadt der Königin gelangt. Das lag vor allem daran, dass das Buch unglaublich viele Wiederholungen hatte. Damit hat sich das nur noch mehr gezogen, als es teilweise eh schon tat. Dazu kam, dass der Schreibstil nicht fesselnd war. Er war teilweise leblos, wodurch auch die Charakter keine Tiefe besaßen. Zudem war er recht einfach gehalten, aber viele Begriffe dabei, die ausländischer Natur waren. Das stört mich an sich weniger, aber ich wusste nie, was diese bedeuten, wodurch ich wenn googeln musste, da es keinerlei Erklärungen gab. Es gab hinten zwar ein Glossar, aber das hat sich eher mit den Orten und Magiern beschäftigt. Dieses Suchen hat den Lesefluss schon sehr gestört, auch nachdem ich über diese Begriffe nurnoch drübergelesen habe. Die Namen der ganzen Nebencharaktere, die im übrigen viel zu viele waren, klangen teilweise auch gleich, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mir diese zu merken oder auch auseinander zu halten. Zu der Story selbst kann ich nicht viel sagen, da ich nicht sonderlich weit vorangeschritten war und noch nicht so viel passiert ist. Aber es wurde eben viel wiederholt und sich auch wiedersprochen. So bezeichnet Zarya Row, der sie die ganzen Jahre mit seiner Magie festgehalten hat, einerseits als ihren einzigen Verwandten und freut sich über die Sachen, die er ihr schenkt und alles, nennt ihn dann schnell vor anderen ein Monster. Oder sie denkt sich, dass sie gewisse Dinge geheimhalten sollte, aber im nächsten Atemzug verrät sie diese völlig Fremden, nur um wenige Seiten weiter wieder zu denken, dass sie die Leute ja nicht kennt und denen nichts erzählen wird. Dieses Hin und Her fand ich auch anstrengend. Vor allem will irgendwie jeder Aarav, der mit ihr und Row aufgewachsen ist, töten, selbst Fremde. Sicherlich ist er in gewisserweise anstrengend, aber irgendwie denkt immer jeder was der andere auch denkt, was das Gelesene sehr träge macht. Außerdem kennt niemand irgendwelche Hintergründe. Auch wird sich anfangs keine Gedanken gemacht, wieso die Magie von Row plötzlich weg ist, sodass Zarya flüchten kann. Mein erster Gedanke wäre, dass ihm etwas passiert sein muss. Aber nein, auf sowas kommt keiner. Ich fand das Buch aus all diesen Gründen einfach zu anstrengend, sodass ich es dann schließlich abbrechen musste. Dennoch vergebe ich zwei Sterne, weil die Idee an sich gut war. Es hätte alles nur mehr Tiefe gebraucht, aber ich kann mir vorstellen, dass es genug Leute gibt, die das Buch mögen.