Berührende Geschichte und schön illustriert

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
zwischen.den.buchwelten Avatar

Von

In ‚Heartbreak Hotel‘ geht es um vier Teenager, deren Herz gebrochen ist und die im titelgebenden Hotel ihren Weg zur Heilung finden – jeder für sich, aber vor allem auch gemeinsam.
Maya muss den Unfalltod ihrer Freundin Laura verkraften, in die sie heimlich verliebt war. Martin wurde von seinem Schwarm ausgelacht und gedemütigt. Fiona muss damit zurechtkommen, dass ihre beste Freundin etwas mit ihrem Freund angefangen hat. Und dann ist da noch Finn, der Freund von Laura, der sich die Schuld an ihrem Tod gibt.

Vor allem die Schicksale von Maya und Finn haben mich berührt. Ihrer beider Beziehung zu Laura stellt am Ende auch eine Schlüsselszene der Gesamtgeschichte dar – diese war so emotional erzählt, da sind einige Tränen bei mir geflossen.
Martin und Fiona blieben dabei leider ein bisschen auf der Strecke und ihr Weg zur Heilung verlief für meinen Geschmack zu schnell. Am Ende kehren alle vier Teenager aus dem Heartbreak Hotel zurück ins echte Leben und stellen sich dem Weiterleben.

Sehr gut gefallen hat mir, wie die Geschichte mit der Bildsprache einer Graphic Novel transportiert wurde. Die Zeichnungen sind schön gestaltet, die Emotionen der Figuren kommen gut rüber und auch die grafische Abgrenzung des Hotels als „Nicht-Ort“ zum echten Leben war gut umgesetzt.

Fazit. Die Geschichte der vier Protagonisten hat mich berührt und wurde einfühlsam und vor allem grafisch sehr schön erzählt. Ich persönlich bevorzuge zwar nach wie vor Geschichten in Romanform – die sind einfach ausführlicher. Hier gingen mir die Entwicklungen teilweise etwas zu schnell bzw. es fehlte mir manchmal an Tiefe. Trotzdem empfehle ich ‚Heartbreak Hotel‘ gerne weiter.