Caruso, ein Surfer und Privatdetektiv
Ach Caruso, warum hast Du den Schnösel nicht sterben lassen? Ein kleiner Diktator weniger! Im Laufe des Romans aber merken wir, der reiche Russe dient nur als Ablenkungsmanöver, um uns, die Krimifans auf falsche Fährten zu locken.
Daniel Faßbender hat einen sehr spannenden Roman geliefert. Die Ich-Perspektive lässt den Leser direkt am Geschehen teilhaben und die trockenen Kommentare sind die Würze dazu.
Ich war richtig beeindruckt vom Fachjargon des Surfens. Für mich, als Fernsehzuschauerin, war Surfen schön anzusehen, sonst nichts. Ob der Autor selbst surft? Die Termini klingen hinreißend sportlich und faszinierend: Bottom-Turn, Kurvenmanöver, Weißwasserwalzen, Pop up!, Wellenschulter, schräg eine Welle reiten, und so weiter. Ist das nicht schön? Beim nächsten Longdrink an der Strandbar kann ich mit solchen Begriffen um mich werfen!
Der Krimi an sich ist routiniert erzählt, mit einigen 180° Wendungen, die Guten werden zu Bösen, die anderen zu Guten, der vermeintliche Sunnyboy wollte groß ins Drogengeschäft einsteigen, die unwahrscheinlichsten Charaktere im Buch tun sich zusammen. Das macht die Geschichte so spannend. Die typischen Showdowns finden auch statt, Verhaftungen, Befreiungen, nichts, was ein Hollywood Thriller nicht auch könnte, aber hier kommt noch die exotische Kulisse auf einer kleinen philippinischen Insel hinzu. Und es ist alles da: heiße Bräute, Umweltaktivisten, Polizei, mal mehr, mal weniger korrupt, Drogendealer-Rentner, ich meine, richtige Rentner, die das Drogendealen aufgegeben haben und nun sogar in Schulen auf ihre Art vor Kindern auftreten und sie vor diesem dreckigen Geschäft warnen. Pädagogisch völlig am Ziel vorbei, zur Verzweiflung der Lehrer, aber für die Kinder wirksam, Neo- und Altnazis, wirklich alles da. Das macht das Buch so interessant und fesselnd.
Einige Worte noch zum Titelbild: Danke Diogenes Verlag! Für einen Krimi, der im Surfer-Milieu spielt, ist es das richtige Bild. Ich frage mich, was der Surfer dort tut? Einen Bottom-Turn, reitet er schräg die Welle? Fährt er einen Tunnel entlang? Egal, das Bild ist hinreißend.Ich frage mich auch, wo der Fotograf wohl stand? Der war ja wohl auch in dieser gleichen Welle, musste sich auf dem Brett halten und fotografieren. Wessen Leistung ist größer?
Daniel Faßbender hat einen sehr spannenden Roman geliefert. Die Ich-Perspektive lässt den Leser direkt am Geschehen teilhaben und die trockenen Kommentare sind die Würze dazu.
Ich war richtig beeindruckt vom Fachjargon des Surfens. Für mich, als Fernsehzuschauerin, war Surfen schön anzusehen, sonst nichts. Ob der Autor selbst surft? Die Termini klingen hinreißend sportlich und faszinierend: Bottom-Turn, Kurvenmanöver, Weißwasserwalzen, Pop up!, Wellenschulter, schräg eine Welle reiten, und so weiter. Ist das nicht schön? Beim nächsten Longdrink an der Strandbar kann ich mit solchen Begriffen um mich werfen!
Der Krimi an sich ist routiniert erzählt, mit einigen 180° Wendungen, die Guten werden zu Bösen, die anderen zu Guten, der vermeintliche Sunnyboy wollte groß ins Drogengeschäft einsteigen, die unwahrscheinlichsten Charaktere im Buch tun sich zusammen. Das macht die Geschichte so spannend. Die typischen Showdowns finden auch statt, Verhaftungen, Befreiungen, nichts, was ein Hollywood Thriller nicht auch könnte, aber hier kommt noch die exotische Kulisse auf einer kleinen philippinischen Insel hinzu. Und es ist alles da: heiße Bräute, Umweltaktivisten, Polizei, mal mehr, mal weniger korrupt, Drogendealer-Rentner, ich meine, richtige Rentner, die das Drogendealen aufgegeben haben und nun sogar in Schulen auf ihre Art vor Kindern auftreten und sie vor diesem dreckigen Geschäft warnen. Pädagogisch völlig am Ziel vorbei, zur Verzweiflung der Lehrer, aber für die Kinder wirksam, Neo- und Altnazis, wirklich alles da. Das macht das Buch so interessant und fesselnd.
Einige Worte noch zum Titelbild: Danke Diogenes Verlag! Für einen Krimi, der im Surfer-Milieu spielt, ist es das richtige Bild. Ich frage mich, was der Surfer dort tut? Einen Bottom-Turn, reitet er schräg die Welle? Fährt er einen Tunnel entlang? Egal, das Bild ist hinreißend.Ich frage mich auch, wo der Fotograf wohl stand? Der war ja wohl auch in dieser gleichen Welle, musste sich auf dem Brett halten und fotografieren. Wessen Leistung ist größer?