Drogenkartell im Surfparadies
Die Zusammenstellung der Themen Surfen, Detektivarbeit, Inselleben erschien explosiv und lesenswert und das Cover des Buches gefällt mir sehr, wie auch Diogenes-Bücher allgemein. Die Geschichte hat eine klare Erzählstruktur und die Figuren sind recht gut gezeichnet, wenn auch größtenteils nicht sehr sympathisch. Auch sind die Figuren nur teilweise authentisch, an vielen Stellen eher Klischeegetragen. Die Story ist zwar an vielen Stellen fesselnd und auch die Wendungen nicht vorhersehbar, aber ich fand sie insgesamt eher durchwachsen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Geschichten um Korruption nicht so viel abgewinnen kann. Dennoch hatte ich mir vom Klappentext her mehr klassiche Detektivarbeit in den Händen eines unkonventionellen Detektivs erwartet, als Gewalt und Grobheit. Gut finde ich, dass das Buch gesellschaftskritische än und umweltpolitischen Themen Raum gibt. Alles in allem war das Buch für mich nicht gänzlich enttäuschend, aber auch weit entfernt eine Lesehighlight zu sein. Vielleicht könnte ich es dennoch denjenigen empfehlen, die einen unkonventionellen Krimi mit Korruptionshintergrund lesen möchten. Oder denjenigen, die ein Diogenes-Buch mit schönem Surfcover auf dem Nachttisch haben möchten.