Ein Krimi, der mich nicht mehr losgelassen hat

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michellemika Avatar

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“Heaven’s Gate. Ein Fall für Caruso” von Daniel Faßbender hat mich wirklich überrascht, weil es von Anfang an unfassbar spannend war. Obwohl das Buch nicht einmal 300 Seiten hat, konnte ich total in die Geschichte eintauchen. Besonders interessant fand ich das ganze Setting rund um das Surfen, weil ich damit vorher kaum Berührungspunkte hatte. Das war sehr anschaulich beschrieben und hat mich neugierig gemacht.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, was mir richtig gut gefallen hat. Man bekommt viele Einblicke in die Figuren und begleitet gleichzeitig die Aufklärung eines Falls, der sich immer weiter zuspitzt. Gewalt, Korruption und die Geschichte um den verlorenen Sohn haben den Krimi sehr intensiv gemacht. Ich habe richtig mitgefiebert und mich den Charakteren schnell verbunden gefühlt, vor allem mit Caruso, den ich sehr ins Herz geschlossen habe.
Auf den letzten fünfzig Seiten ging mir alles ein bisschen zu schnell. Da passiert unglaublich viel auf einmal und es wurde stellenweise auch ziemlich brutal. Trotzdem war es spannend zu lesen und ich hätte mir eher gewünscht, dass das Buch ein wenig länger ist, damit manche Momente mehr Raum bekommen.
Die Atmosphäre fand ich sehr gelungen. Gerade in den Wintermonaten hat mich das Setting gedanklich ins warme Asien mitgenommen. Auch der Titel Heaven’s Gate wirkt im Nachhinein noch einmal stärker und passt gut zur Geschichte.
Ich habe das Buch tatsächlich an einem Abend durchgelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Man lernt die Figuren lieben, selbst wenn man ihnen im echten Leben vielleicht nicht sofort nah wäre. Für mich war es ein sehr gelungener Krimi und ich hoffe wirklich, dass es nicht der letzte Fall für Caruso war. Eine klare Empfehlung für alle, die spannende und atmosphärische Geschichten mögen.