Ein Roman wie ein Tsunami - er packt dich!

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"Er ist verschwunden, verdammt!", sagte ich heftiger, als ich beabsichtigt hatte.
"Sind wir deshalb nicht hier?", fragte er. "Sind wir nicht auf dieser Insel, um für den Rest der Welt verschwunden zu sein?"
Kapitel 9
Ja, genau deshalb hat Caruso, ehemaliger Surf-Profi, sich auf Surogao verkrochen, versteckt vor der restlichen Welt, am besten auch vor seinen eigenen Gedanken und Schuldgefühlen. Hier kann er surfen, und mit kleinen Ermittlerjobs hält er sich finanziell über Wasser. Bis Ángel ihn um Hilfe bittet: Ihr Sohn Juan, genannt John John, ist auf Surogao verschwunden. Eigentlich ist der Fall eine Nummer zu groß für Caruso, doch die Bezahlung stimmt und kommt ihm gelegen.
Rasch stellt er fest, dass der Fall komplizierter ist als gedacht und er durch seine Ermittlungen in großer Gefahr. Denn John John hatte vor, mit seinen selbstgemachten Surfboards international zu handeln - und ist dabei einigen Großen mächtig in die Quere gekommen. Und damit wird auch Caruso zur Zielscheibe.
Wow, was für ein Roman! Was mit einer wunderschönen Surfersequenz an einem Traumstrand beginnt, endet in der Hölle. Der Traum von der philippinischen Insel wird für den Leser ebenso wie für Caruso zum Alptraum. Auch seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein, Bilder, die er zu vergessen versucht, kommen wieder hoch.
Obwohl mir rasch einige Zusammenhänge klar waren, hat Daniel Faßbender mich bis zu letzten Seite gepackt und immer wieder überrascht! Caruso ist der Typ "kaputter Ermittler", der oft mit mehr Glück als Verstand - und überraschenden Verbündeten - aus brenzligen Situationen entkommt. So bleibt "Heaven´s Gate" spannend bis zum großen Finale - und lässt mich auf eine baldige Fortsetzung hoffen!
Fazit:
Ein Roman wie ein Tsunami - er packt dich, wirbelt dich durch, bis du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist und spuckt dich schwer schnaufend wieder aus.