Himmelstor?

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Ein Mensch, der eigentlich nur in Ruhe surfen will, sieht sich gezwungen, durch "private Investigations" Geld zu verdienen und wird in eine großangelegte und lebensbedrohliche Drogen- und Korruptionsaffäre hineingezogen. Ein Stoff mit Potential und der Autor nutzt dieses. Er kann es auch. Seine Sprache ist realitätsnah, weder abgehoben noch gekünstelt. Man kann sich seine Figuren gut vorstellen und steckt schon nach kürzester Zeit mitten in der Geschichte drin. Hier gibt es alles, was ein guter Kriminalroman so braucht: Spannung, Prügeleien, Überfälle, Verfolgungsjagden und vieles mehr. Alles wohldosiert und aufeinander abgestimmt, ohne Logikbrüche. Der Autor kann es einfach, gerne mehr von ihm. Lediglich eine Sache stört mich ein bisschen: Wenn ich mich in einer lebensbedrohlichen Situation befinde und verfolgt werde, so dass ich meine sieben Sinne brauche, klaue ich nicht literweise Rum und betrinke mich erstmal. Dieses Klischee, dass in vielen Romanen so oder auf ähnliche Weise auftaucht, bedient der Autor leider auch. Wäre auch ohne gegangen.