Ungewöhnlich
Heavens Gate ist kein klassischer Thriller oder Krimi, sondern deutlich mehr Roman als Spannungslektüre. Wer auf permanente Wendungen oder ein hohes Tempo hofft, dürfte enttäuscht sein: Wirklich spannend oder innovativ ist die Geschichte insgesamt nicht.
Und trotzdem habe ich das Buch bis zum Ende gelesen – was vor allem an der Sprache liegt. Daniel Faßbender kann schreiben, und das merkt man auf jeder Seite. Der Roman ist sehr atmosphärisch, ruhig erzählt und handwerklich überzeugend. Auch ohne große Spannung entfaltet er eine Sogwirkung, die aus Stil, Stimmung und Setting entsteht.
Besonders hervorzuheben ist der Schauplatz: Die Handlung spielt auf den Philippinen, genauer gesagt auf der Insel Surogao. Auch wenn dieser Ort fiktiv ist, wirkt er erstaunlich lebendig und greifbar. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, das dort angesiedelt ist, und allein das macht Heavens Gate interessant. Faßbender zeichnet ein realistisches, ungeschöntes Bild vor Ort – fernab von exotischer Idylle oder touristischem Postkartenblick, wie man ihn aus manchen Regionalkrimis kennt. Das ist konsequent und glaubwürdig, wirkt stellenweise aber auch ernüchternd.
Weniger überzeugend sind die Motive der Figuren. Drogen, Liebe, Korruption – all das bleibt recht vertraut und teilweise schablonenhaft. Hier hätte ich mir mehr Überraschung gewünscht, gerade im Hinblick auf das ansonsten sorgfältig ausgearbeitete Setting.
Unterm Strich ist Heavens Gate ein gut geschriebener, atmosphärischer Roman mit einem ungewöhnlichen Schauplatz, der weniger durch Spannung als durch Stil und Stimmung überzeugt.
Und trotzdem habe ich das Buch bis zum Ende gelesen – was vor allem an der Sprache liegt. Daniel Faßbender kann schreiben, und das merkt man auf jeder Seite. Der Roman ist sehr atmosphärisch, ruhig erzählt und handwerklich überzeugend. Auch ohne große Spannung entfaltet er eine Sogwirkung, die aus Stil, Stimmung und Setting entsteht.
Besonders hervorzuheben ist der Schauplatz: Die Handlung spielt auf den Philippinen, genauer gesagt auf der Insel Surogao. Auch wenn dieser Ort fiktiv ist, wirkt er erstaunlich lebendig und greifbar. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, das dort angesiedelt ist, und allein das macht Heavens Gate interessant. Faßbender zeichnet ein realistisches, ungeschöntes Bild vor Ort – fernab von exotischer Idylle oder touristischem Postkartenblick, wie man ihn aus manchen Regionalkrimis kennt. Das ist konsequent und glaubwürdig, wirkt stellenweise aber auch ernüchternd.
Weniger überzeugend sind die Motive der Figuren. Drogen, Liebe, Korruption – all das bleibt recht vertraut und teilweise schablonenhaft. Hier hätte ich mir mehr Überraschung gewünscht, gerade im Hinblick auf das ansonsten sorgfältig ausgearbeitete Setting.
Unterm Strich ist Heavens Gate ein gut geschriebener, atmosphärischer Roman mit einem ungewöhnlichen Schauplatz, der weniger durch Spannung als durch Stil und Stimmung überzeugt.